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VfL Oldenburg gewinnt letztes Hauptrundenspiel
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Viel Zeit und Platz hatte Kim Birke um ihr zweites Tor zu erzielen. (Foto: VfL Oldenburg)
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Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg haben ihren Chance auf Hauptrunden-Platz drei gewahrt und sich zudem den inoffiziellen Titel als beste Rückrunden-Mannschaft gesichert. Am heutigen Samstag (14.4.2012) gewann der VfL sein Heimspiel gegen die HSG Bad Wildungen mit 28:19 (13:10). Aufsteiger HSG beschließt die Saison damit als Tabellenneunter und verpasste die am kommenden Wochenende beginnenden Playoffs nur um einen Rang. Allerdings hätte auch ein Sieg nicht gereicht, da zeitgleich Frisch Auf Göppingen bei DJK/MJC Trier seinen Playoff-Platz mit einem 33:28-Sieg bestätigte.
Oldenburgs Viertelfinalgegner wird im morgigen Spiel zwischen dem Fünften Bayer Leverkusen und dem HC Leipzig ermittelt, das wegen dem heute stattgefundenen Spiels der Bayer-Fußballer gegen Hertha BSC in der der Smidt-Arena benachbarten BayArena verlegt werden musste. Gewinnt Leverkusen, trifft Oldenburg als Dritter auf den Frankfurter HC. Holt Leipzig mindestens einen Punkt, ist wie in der vergangenen Spielzeit Leverkusen der erste Playoff-Gegner. Das Hinspiel wird am 20. oder 21. April ausgetragen, das Rückspiel in der Oldenburger EWE ARENA am Mittwoch, 24. April, 19 Uhr.
Vor 1020 Zuschauern in der EWE ARENA, darunter über 50 aus Bad Wildungen, kam „Oldenburgs Mannschaft des Jahres 2011“ – am vergangenen Donnerstag wurde das Ergebnis der Wahl verkündet – letztlich nicht in Schwierigkeiten. Nach der Gäste-Führung durch Tessa Cocx mit dem ersten Angriff der Partie traf der VfL viermal in Folge (4:1/8.). In der Folge hielten die Oldenburgerinnen diesen Vorsprung in etwa aufrecht: 6:2 (10.), 7:5 (14.), 10:5 (20.), 13:8 (29.). Das Fehlen ihrer Leistungsträgerinnen Cristina Mihai und Ruta Latakaite konnten die Gäste nicht kompensieren. Zudem konnte Jovana Jovovic nicht mitwirken.
So setzte Bad Wildungens Trainer Markus Berchten die längste Zeit nur sieben Feldspielerinnen ein, der Kräfteverschleiß war früh bemerkbar. Einige Stationen: 17:11 (35.), 17:13 (38.), 24:14 (46.), 27:17 (56.). „Am Ende krochen wir auf dem Zahnfleisch“, sagte Berchten.
Kollege Leszek Krowicki dagegen wechselte schon weit in der ersten Hälfte seine Mannschaft durch und ließ Leistungsträgerinnen wie Wiebke Kethorn, Angie Geschke, Laura van der Heijden und Sabrina Neuendorf auch im zweiten Durchgang ganz oder fast ganz draußen. Doch die Zweite-Reihe-Spielerinnen nutzten ihre Chance. Kreisläuferin Barbara Hetmanek gelangen drei starke Tore, Jenny Winter vier. Fünfmal traf die gute Lois Abbingh, die am Donnerstag den Preis für den zweiten Platz bei der Wahl zu „Oldenburgs Sportlerin des Jahres 2011“ erhielt.
Die Gastgeberinnen versuchten von Beginn an, das Tempo hochzuhalten und agierten mit vielen riskanten Zuspielen. Nicht immer gelang alles (Berchten: „Bei dem Tempo und bei dem Risiko kommt es zwangsläufig zu Fehlern“), doch einige äußerst sehenswerte Treffer warf der VfL doch: etwa das 4:1 durch Geschke, die nach einer Kombination einen Neuendorf-Pass im Sprung fing und verwertete oder Hetmaneks 21:14 (42.) vom Kreis nach Geschkes No-Look-Pass gegen die Laufrichtung. Wirklich schöne Tore.
Mit einer besseren Chancenverwertung hätte Oldenburg schon zur Pause klarer geführt. Das verhinderte aber auch die bis zur Pause gute Torfrau Julia Gronemann, die bis dahin auf neun Paraden kam. „Wir haben die Wurfpositionen erreicht, aber nicht getroffen“, sagte Krowicki. Berchten gab zu: „Gefühlt lagen wir da schon sechs oder sieben Tore hinten.“
Seiner Mannschaft fehlte dagegen die Durchschlagskraft im Rückraum, wie die im Aufbau eingesetzte Tessa Cocx sagte: „Wir haben uns festgelaufen und die Konter kassiert. Am Ende waren wir dazu noch müde.“
Auf Cocx und ihre Mitspielerinnen warten nun noch drei Wochen Abtrainieren, danach geht das Team in die erste Pause. Pflichtspiele haben die „Vipers“ bis zum kommenden September nicht mehr. „Die Playoffs haben wir vorher verpasst. Dennoch war es eine Super-Saison für uns.“
Neben dem Bundesligateam hatte auch die Zweite ein Spiel: Vom Berliner TSC trennten sich die angereisten Oldenburgerinnen mit 21:21 nach 9:11-Pausenrückstand. Bereits seit einem Spieltag ist der VfL II sicherer Vizemeister der Dritten Liga Nord. Nach oben sind die Chancen die Füchse Berlin einzuholen bei sechs Punkten Rückstand in den verbleibenden drei Partien eher theoretischer Natur.
VfL Oldenburg: Renner (9 Paraden), Wester (ab 40.; 2 Paraden) - Birke 2, Geschke 2/1, Neuendorf 2, van der Heijden 3, Schirmer 4, Kethorn 2; Barger, Abbingh 5, Wenzl 1, Badenhop, Hetmanek 3, Winter 4.
HSG Bad Wildungen: Gronemann (9 Paraden), Diener (ab 46.; 4 Paraden) - Robben 1/1, Heusdens 6/2, Cocx 5, Meyfarth 1, Busch 3, Willimann 1; van Capelle 1, Kleinmann, Cipaian, Raum 1.
Siebenmeter: 3/1 (Barger vorbei, Abbingh an den Innenpfosten) - 4/3 Renner hält gegen Robben). Zeitstrafen: 2 (Abbingh, Badenhop) - 5 (Heusdens, van Capelle, Robben, Busch, Meyfarth). Schiedsrichter: Ronny Dedens und Nico Geckert aus Magdeburg. Zuschauer: 1020 in der Oldenburger EWE ARENA.
Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg 14.04.2012 |