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Playoff-Aus im Viertelfinale: Oldenburg reicht 28:28 gegen Leverkusen nicht
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Laura van der Heijden (grünes Trikot, links) erzielte 7 Treffer für den VfL Oldenburg. (Foto: VfL Oldenburg)
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Der VfL Oldenburg hat das Halbfinale der Meisterschafts-Playoffs verpasst. Am heutigen Mittwochabend (25.4.2012) erreichte der Tabellenvierte der Normalrunde zwar gegen den -fünften Bayer Leverkusen ein 28:28 (14:12), nach der 21:26-Hinspielniederlage vom vergangenen Samstag war das aber zu wenig. Die entscheidende Phase erlebten 1250 Zuschauer kurz nach der Pause, als Bayer innerhalb von acht Minuten auf 18:15 davonzog.
Im Semifinale trifft Leverkusen nun auf den Thüringer HC, der sich heute gegen die HSG Blomberg-Lippe durchgesetzt hatte. Die Partie in Leverkusen findet in sieben Tagen, am Mittwoch, 2. Mai, 19.30 Uhr, statt. Das Rückspiel beim THC steigt dann am 5. oder 6. Mai in Bad Langensalza. Im zweiten Halbfinale stehen sich der HC Leipzig und der Buxtehuder SV gegenüber.
In der EWE ARENA verbreiteten die Zuschauer eine faszinierende Atmosphäre für ein eben solches Spiel. Vor allem in der Abwehr zeigten beide Mannschaften ihre Klasse. Als die Teams nach fünf, sechs Minuten Anlaufphase auch ihre Sicherheit in den offensiven Bemühungen fanden, hatte das Spiel endgültig Playoff-Charakter erreicht. Per Siebenmeter gelang der von Beginn an ganz starken Angie Geschke mit dem 4:3 (12.) die erste Führung für den VfL.
Von nun an führte der VfL meist, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. Kim Naidzinavicius gelang das Leverkusener 7:7, Geschke und Kim Birke antworteten mit zwei schnellen Oldenburger Toren. Nach 23 Minuten lag Oldenburg erstmals mit drei Treffern Differenz vorne (11:8).
Zu einer wichtigen Person auf VfL-Seite wurde Laura van der Heijden. Vier Tore warf die Halbrechte selber, holte zwei Siebenmeter heraus und provozierte zwei Zeitstrafen gegen Kreisläuferin Franziska Garcia Almendaris (9. und 17.). Bayer-Trainerin Renate Wolf musste umstellen, setzte nun auf Stefanie Egger im Angriff und Naidzinavicius in der Abwehr.
Zwei Tore Vorsprung – zur Pause schien noch alles möglich für einen in der ersten Hälfte guten, engagierten, durchschlagskräftigen, wenn auch nicht fehlerfreien VfL. Doch nach der Pause fehlte kurz der Biss. Zuschauer, Mannschaft – alle schienen noch gedanklich in der Kabine oder beim Pausenbier zu sein. Leverkusen nutzte die Oldenburger Fehler, glich aus (14:14/33.) und übernahm die Führung. Zum 18:15 traf Naidzinavicius per Heber – die gute Julia Renner hatte die Fingerspitzen noch dran.
Die nun aufgekommene Last wog zu schwer. Oldenburg kämpfte, Oldenburg spielte schnell und suchte den riskanten Abschluss, konnte Bayer 04 aber nicht mehr in Gefahr bringen. Zudem hatten die Gäste auch genügend Mittel im Angriff vorzuweisen. Der VfL versuchte die Halbspielerinnen Glankovicova und Steinbach mit einer 4-2-Deckung (erste Hälfte 3-2-1) auszuschalten. Doch die Gäste trafen weiterhin regelmäßig: Egger vom Kreis, Marlene Zapf von rechts, Laura Steinbach auch bei erhobenem Arm der Schiedsrichter. Auch Anne Jochin belebte das Angriffsspiel der „Elfen“.
„Es war mehr drin“, sagte eine enttäuschte Sabrina Neuendorf. „In der ersten Hälfte haben wir es nicht geschafft, uns abzusetzen. Dann haben wir grobe Fehler produziert, die Leverkusen genutzt hat.“ Ihr Trainer Krowicki gratulierte dem Gästeteam: „Wer drei Punkte in zwei Spielen holt, ist auch verdient weiter. In der ersten Hälfte haben beide Mannschaften ein hervorragendes Spiel gezeigt, wir waren vorne. Doch nach der Pause waren wir nicht richtig wach. Das war entscheidend.“
Wolf lobte: „Wir waren im Angriffsverhalten diszipliniert und im Torwurfverhalten konzentriert. Wir sind sehr glücklich und erleben eine geile Zeit. Das sind Momente, die man nicht vergisst.“
Schon am kommenden Sonntag (29.4.) könnten sich beide Mannschaften im DHB-Pokal-Endturnier, dem Final Four, erneut gegenüberstehen. Der VfL trifft im Halbfinale am Samstag (28.4., 15 Uhr) auf den HC Leipzig, Bayer Leverkusen im Anschluss (17 Uhr) auf den Buxtehuder SV. Am Sonntag werden dann das Spiel um Platz 3 (13 Uhr) und das Finale (15 Uhr) ausgespielt.
VfL Oldenburg: Renner (12 Paraden), Wester (ab 47.; 2 Paraden) – Birke 1, Geschke 14/5, Neuendorf 1, van der Heijden 7/1, Schirmer 1, Kethorn 1; Abbingh, Wenzl 3, Badenhop, Hetmanek, Barger n.e., Winter n.e.
Bayer Leverkusen: Salamakha (3 Paraden) Hagel (ab 31.; 7 Paraden), van Dorst n.e. - Hilster 1, Steinbach 9/6, Naidzinavicius 5/2, Glankovicova 3, Zapf 4, F. Garcia Almendaris; Egger 4, ,Jochin 2, E. Garcia Almendaris, Hambitzer n.e., Bovenberg n.e.
Siebenmeter: 7/6 (Neuendorf an die Latte) - 8/8. Zeitstrafen: 1 (Kethorn) – 4 (zweimal F. Garcia Almendaris, Jochin, Egger). Schiedsrichter: Matthias Brauer (Hamburg) und Kay Holm (Hagen/Schleswig-Holstein). Zuschauer: 1250 in der Oldenburger EWE ARENA.
Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg - 25.04.2012 |