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Final Four A-Juniorinnen: VfL Oldenburg landet auf Platz 3
Die A-Juniorinnen VfL Oldenburg haben am heutigen Sonntag (3.6.2012) durch ein 41:32 (20:16) gegen die SG Todesfelde/Leezen beim Final Four um die deutsche Handball-Meisterschaft in Blomberg den dritten Platz erreicht. Einen Tag nach der 21:28-Niederlage im Halbfinale gegen Titelverteidiger HC Leipzig zeigte sich das Team der Trainerinnen Barbara Hetmanek und Silke Prante vor allem im Abschluss stark verbessert und fuhr einen verdienten Sieg ein. Um den Meistertitel spielen am heutigen Nachmittag Leipzig und Gastgeber HSG Blomberg-Lippe.
Die Freude bei den Oldenburger Spielerinnen danach hatte Titel-Charakter, nicht fehlen durfte auch die Wasserdusche für die beiden Trainerinnen. „Das war ein toller Abschluss einer überragenden Saison“, sagte eine klatschnasse Hetmanek nach der Partie und erinnerte damit an den überlegen gewonnenen Meistertitel in der Oberliga Nordsee und an die verlustpunktfrei abgeschlossene Vorrunde der Deutschen Meisterschaft.
Nach einem 0:2-Rückstand begann sich der VfL gegen die SG Mitte der ersten Halbzeit leicht abzusetzen, führte in der 20. Minute mit 14:10 und ging später mit einer relativ beruhigenden Führung in die Pause (20:16). Garant dafür war neben der Leistung im Angriff und dem konsequent durchgehaltenen hohen Tempo auch eine Variante in der Defensive: Hetmanek/Prante ließen die SG-Haupttorschützin Franziska Haupt, die für den Zweitligisten TSV Travemünde (Doppelspielrecht für beide Mannschaften) in der abgelaufenen Serie 206 Tore warf und damit die viertbeste Schützin der Liga war, durch Lara Jeworowski eng decken. Bis zur Pause warf die Linkshänderin lediglich drei Feldtore, davon zwei in Überzahl. „Das hat sehr gut geklappt. Ganz ausschalten kann man eine solche Ausnahmespielerin aber nicht“, sagte Hetmanek.
Vor rund 70 Oldenburger Anhängern entschied der VfL die Partie dann im zweiten Durchgang bereits in der Anfangsphase (26:19/35., 29:20/40.). Im Tor zeigte Jugend-Nationalspielerin Alex Meyer ihre ganze Klasse, vorne überzeugte u.a. die 14-fache Schützin und von der Siebenmeterlinie zu 100 Prozent treffsichere Neele Buschmann (5 Treffer). In der Schlussphase konnte sich der VfL, bei dem alle Spielerinnen zum Einsatz kamen, sogar noch einige Nachlässigkeiten erlauben. Fenja Schultz kassierte wegen eines Fouls bei einem SG-Konter noch eine direkte Rote Karte. „Da war sie ihrer Gegenspielerin etwas zu nah gekommen. Aber aus solchen Situationen lernen unsere Spielerinnen“, sagte Hetmanek.
„Wir hatten diesmal einige Schwachstellen in der Abwehr, aber das Tempo und die Entschlossenheit im Angriff waren wirklich toll“, sagte Hetmanek, in deren Fazit sich auch eine leichte Wehmut einschlich: „So eine Mannschaft kriegt man nicht wieder so schnell zusammen.“ Für Nadine Smit, Neele Buschmann, Jessica Hünecke und Joseffa Baumann endete die A-Jugendzeit mit dieser Partie. Die anderen starten in der kommenden Saison den nächsten Angriff.
VfL Oldenburg: Bianca Eilers (5 Minuten; 2 Paraden), Alexandra Meyer (17 Paraden) - Jessica Hünecke 4 Tore, Neele Buschmann 14/5, Lisa Prante 7, Fenja Schultz 1, Lara Jeworowski 2, Nina Stapenhorst 1, Joseffa Baumann, Merle Heidergott 7, Nadine Smit 5, Laura Albertzarth, Theresa Böckmann, Nicola Meyer.
SG Todesfelde/Leezen: Kaja Aniol - Lea Hübner 2, Charleen Hansen 8, Rieke Hornig 2, Kelly Witting, Katrin Nagel 2, Franziska Haupt 10/4, Laura Teegen, Hanna Pohlmann 3, Annika Jordt 4, Julia Böttger 1.
Text: Nils Krummacker/Ole Rosenbohm -03.06.2012 |