Zwei Verletzungen beim Freundschaftsspiel: Hetmanek muss fünf Wochen aussetzen
Spaß haben und Spaß vermitteln wollten die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg am gestrigen Samstag (18.8.2012) beim Freundschaftsspiel gegen die Kreisauswahl Vechta. Das konnten sie zwar, aber für das das launige Spiel vor knapp 200 Zuschauern in der Halle des Gymnasiums in Lohne musste der VfL einen hohen Preis bezahlen: Bei einem Kempa-Tor fiel Kreisläuferin Barbra Hetmanek unglücklich auf die Hand und zog sich einen Mittelhandbrunch zu. Noch während des Spiels untersuchte Mannschaftsarzt Leo Behler die linke Hand und teilte nach der Partie die schlechte Laune verbreitende Diagnose mit. Hetmanek wird mindestens fünf Wochen ausfallen, also auch beim ersten Bundesligaspiel am 8. September um 19.30 Uhr in der EWE ARENA gegen Aufsteiger Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern.
Kurz zuvor hatte sich ebenfalls Nationalspielerin Kim Birke vom Spiel verletzt verabschiedet. Birke, die schon nach wenigen Minuten umgeknickt war, zog sich vermutlich keine schwere Verletzung zu. „Bei Kim müssen wir noch abwarten, ich bin zuversichtlich, dass sie bald wieder spielen kann“, sagte Krowicki. „Die Verletzung von Babs ist allerdings eine sehr schlechte Nachricht.“ Weil auch Lois Abbingh wegen einer Bänderdehnung in Lohne fehlte, hatte der VfL somit frühzeitig nur acht Feldspielerinnen zur Verfügung.
Ansonsten machte der Auftritt Spaß. Die Kreisauswahl, deren Spielerinnen an beiden Verletzungen unschuldig waren, bemühte sich redlich, Oldenburg glänzte in den dreimal 20 Minuten mit Kabinettsstückchen. Klar, dass der aktuelle DHB-Pokalsieger das Spiel nach Belieben bestimmte. Allerdings änderten sich im letzten Drittel die Kräfteverhältnisse, als beide Teams die Hälfte ihrer Spielerinnen tauschten. Tore warfen fast alle: Auch Oldenburgs Torfrau Tess Wester, die als Halblinke zum Einsatz kam und auch Trainer Krowicki, der es sich nicht nehmen ließ, selber einen Siebenmeter zu verwandeln.
Die Organisatoren um Andre Hühn zogen nach dem Event ein zufriedenes Fazit. „Eigentlich hat es wieder Spaß gemacht“, sagte auch Krowicki. Initiator Thaddäus Zygielo, der ein ähnliches Spiel bereits 2011 in Cloppenburg organisiert hatte, sprach von einer „runden Veranstaltung“, auch bliebe das Bundesligateam den Zuschauern sicher als eine sehr sympathische Mannschaft in Erinnerung: „Sportlich und menschlich haben sie sich absolut klasse präsentiert.“ Das höchst nebensächliche Endergebnis lautete 40:31 (17:5, 31:17) für Oldenburg.
Schon am kommenden Mittwoch (22.8.) steht für den VfL das nächste Testspiel auf dem Programm: In der Robert-Schumann-Halle wartet um 19.30 Uhr der Zweitligist Borussia Dortmund auf den amtierenden Pokalsieger, der dann am darauf folgenden Wochenende (25./26.8.) in der Robert-Schumann-Halle um das Oldenburger Wunderhorn spielt. Bei beiden Spielen ist dann Thalke Bitter dabei, die vom VfL-Drittligateam in die Erste aufrückt und ab Montag am Trainingsbetrieb teilnimmt.
Ole Rosenbohm / Presse VfL Oldenburg - 19.08.2012
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