Kein neuer Überraschungscoup des VfL

Myrthe Schoenaker (grünes Trikot) traf 6 Mal für den VfL Oldenburg. (Foto: Helmerichs)

Meister zu stark für Pokalsieger

Es sollte nicht sein mit einem neuen Überraschungscoup des VfL Oldenburg. Zu stark erwies Meister Thüringer HC im Spiel um den DHB-Supercup am heutigen Samstagabend. Mit 35:23 (16:11) setzte sich der Favorit aus Bad Langensalza recht deutlich durch. Etwas zu deutlich wie VfL-Trainer Niels Bötel meinte, der nicht ganz unzufrieden mit der Präsentation seines Teams war. „Der THC hat verdient gewonnen. Nur etwas zu hoch. Mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden. Hätten wir nicht innerhalb von zwei Minuten zwei Siebenmeter sowie zwei einfache Würfe verworfen, wären wir zur Pause bis auf 1-2 Tore dran gewesen. Die Mädels haben soweit alles umgesetzt, was wir besprochen haben. Vor allem die Abwehrarbeit hat mir gefallen, da wir deutlich aggressiver gespielt haben als noch beim Wunderhorn-Turnier“.

Schnell waren die Gastgeberinnen mit 4:1 in Führung gegangen, aber noch konnte der VfL dagegenhalten. Erst Mitte der ersten Halbzeit, als der VfL etwas zu leichtfertig mit seiner Chancenverwertung umging und u.a. innerhalb kürzester Zeit zwei Siebenmeter verwarf, konnte sich der THC etwas absetzen und auf 11:6 die Führung ausbauen. Zwei Minuten vor der Pause war die Führung dann sogar auf 16:9 angewachsen. Noch vor dem Seitenwechsel konnten Myrthe Schoenaker und Kim Birke wieder auf 11:16 verkürzen. Näher sollte der Gast in diesem Spiel aber nicht mehr herankommen. So ging es dann in die Pause.
 
Nach dem Seitenwechsel konnte der VfL dann nicht mehr seine Leistung aus der ersten Halbzeit abrufen und der THC zog unaufhaltsam davon. In der 43. Minute brachte Thüringens Toptorschützin Iveta Luzumova ihr Team beim Stande von 25:15 erstmals mit zehn Toren in Führung. Alicia Stolle erhöhte wenig später auf 27:15. Es sollte der höchste Rückstand in diesem Spiel bleiben.

Allerdings schaffte es der Gast der Huntestadt auch nicht mehr, näher als zehn Tore heranzukommen. „Nach der Pause hat der THC seine ganze Klasse ausgespielt. Wir wurden dann zu ungeduldig und haben zu früh die Chancen genommen, so dass wir den THC zum Tore werfen eingeladen haben. Leider haben wir dann auch noch nach zwanzig Minuten Ann Kristin Roller verloren, die sich bei einer Abwehraktion den Rücken verdreht hat und selbst beim Gehen noch starke Schmerzen hat. Dadurch musste Cara Hartstock die ganze Zeit durchspielen“, so Bötel, der nach der Leistung gegen den deutschen Meister deutlich optimistischer in das erste Bundesligaspiel der Saison am nächsten Wochenende in Halle geht.

Thüringer HC: Zimmermann, Giegerich – Lang, Sazdovska 1, Mazzucco, Schmelzer 2, Triscsuk 5, Stolle 6, Luzumova 11/6, Bölk 3, Großmann 1, Mitrovic 1, Hubinger 2, Jakubisova 1, Huber 2

Gelbe Karte: 2
2 Minuten: 2
Siebenmeter: 9/6

VfL Oldenburg: Renner, Ferenczi – Fragge, Steffen, Kannegießer, Birke 2, Genz, Jongenelen, Behrend 5, Geschke 4/1, Logvin 1, Hartstock 3, Mikkelsen 2, Schoenaker 6/2, Roller

Gelbe Karte: 3
2 Minuten: 2
Siebenmeter: 5/3


Bernd Teuber – Presse VfL Oldenburg – 01.09.18