Knappe Niederlage in einem packenden Handballkampf

Julia Wenzl erzielte 7 Treffer für den VfL. (Foto: Jack)

VfL unterliegt Göppingen mit 25:28

In einem packenden und rasanten Handballspiel musste sich Gastgeber VfL Oldenburg vor 711 Zuschauern in der Oldenburger EWE-Arena am heutigen Sonntagnachmittag FRISCH AUF Göppingen knapp mit 25:28 geschlagen geben. Über sechzig Minuten konnte sich keins der beiden Teams entscheidend absetzen, so dass das Spiel erst in den letzten Minuten entschieden wurde. Mit entscheidend war am Ende sicherlich die besser besetzte Bank der Gäste. Den Gastgeberinnen war am Ende doch schon deutlich der Kräfteverschleiß anzumerken.

„Göppingen hat wie erwartet offensiv verteidigt. Damit sind wir aber ganz gut zurechtgekommen. Allerdings haben wir ab Mitte der zweiten Halbzeit immer wieder unsere Chancen, die wir uns herausgearbeitet haben, frei liegengelassen. Da war Göppingen deutlich effektiver. Das Spiel war lange Zeit offen und hätte jederzeit in die ein oder andere Richtung umschlagen können“, zeigte sich Niels Bötel mit dem Spiel an sich, gar nicht mal so unzufrieden. Nur einen anderen Ausgang hätte er sich gewünscht.

Vom Start weg entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Führung mehrfach wechselte. Es sollte bis zur 9. Minute dauern, bevor der VfL durch Cara Hartstock beim Stande von 6:4 erstmals mit zwei Toren in Führung gehen konnte. Aber nur fünf Minuten später hatten die Gäste den Spieß wieder umgedreht und waren selbst wieder mit 8:7 in Front. So ging es auch in den nächsten Minuten weiter. Aus dem Rückstand machte der VfL eine 12:9 Führung und lag seinerseits kurz vor der Pause mit 12:14 hinten. Immer wieder war es Prudence Kinlend die von der VfL-Abwehr kaum zu stoppen war. Mit 14:14 ging es in die Kabinen.

Ein unverändertes Bild zeigte sich den Zuschauern auch in Hälfte Zwei. So machte sich auch kaum jemand ernsthafte Sorgen, als die Gäste zehn Minuten vor dem Ende innerhalb von fünf Minuten aus einem Rückstand eine 26:23 Führung machten. Aber während Julia Renner hinten den ein oder anderen Ball entschärfen konnte, scheiterten ihre Kolleginnen vorne gleich mehrfach freistehend an Göppingens Torhüterin Kristy Zimmermann, so dass am Ende die Gäste mit 28:25 das bessere Ende für sich hatten.

„Ich bin sehr froh, dass wir nach so langer Zeit hier in Oldenburg wieder gewonnen haben. Das ist für mich was ganz Besonderes, da es nicht einfach ist hier zu gewinnen. Oldenburg spielt trotz des Umbruchs einen super Handball. Attraktiv, schön anzusehen und sehr schnell wodurch sie sehr schwer zu verteidigen sind. Das Spiel hätte in beide Richtungen gehen können“, lobte Göttingens Trainer Aleksandar Knezevic sowohl sein Team als auch den VfL. Beste Torschützinnen waren Julia Wenzl (VfL) und Prudence Kinland (Göppingen) mit jeweils sieben Treffern.

Bereits am kommenden Sonntag geht es weiter. Da erwartet der VfL in der EWE-Arena die TuSsies aus Metzingen.

VfL Oldenburg: Renner, Kürten – Fragge 1, Prante, Birke 3, Steffen, Wenzl 7, Behrend 3, Geschke 6/2, Hartstock 4, Roller, Staal 1, Winter

Gelbe Karte: 1
2 Minuten: 2
Siebenmeter: 4/2

FRISCH AUF Göppingen: Zimmermann, Lengyel – Brugger 2, Struijs 5/2, Weigelt 1, Schindler 2, Kinlend 7, Hrbkova 6/3, Guberinic 4, Sviridenko, Schuhknecht, Adamkova 1, Krhlikar, Bergschneider

Gelbe Karte: 3
2 Minuten: 2
Siebenmeter: 6/5

 

Bernd Teuber – Presse VfL Oldenburg – 06.05.18