Über 5000 Zuschauer sehen WM-Auftakt in Oldenburg

Team Montenegro (Foto: Verband)

Toller Auftakt in die Frauenhandball-WM in Oldenburg: Über 5000 Zuschauer insgesamt sahen am ersten Spieltag der Gruppe C in der großen EWE-Arena bisweilen begeisterten Handball und erlebten unerwartete Spielverläufe. So war Montenegro, unter anderem mit den vom neuen Coach Per Johansson ins Team zurückgeholten Stars Jovanka Radicevic und Katerina Bulatovic, Dänemark überlegen und setzte sich mit 31:24 (17:12) durch. Zuvor hatten sich Japan und Brasilien beim 28:28 (15:12) ein rasantes Match mit Spannung sogar über die Schlusssirene hinaus geliefert. Im ersten Spiel setzte sich Russland klar gegen Tunesien mit 36:16 (14:9) durch.

Nach dem ungefährdeten russischen Sieg im Mittagsspiel um 14 Uhr gegen sich aber doch tapfer wehrende Tunesierinnen, war die erste Abendpartie an Spannung kaum zu überbieten: Mitfavorit Brasilien tat sich richtig schwer gegen Japan, lag bis zu letzten Minute ständig hinten (unter anderem 1:5, 5:11, 7:14) und hätte doch noch fast gewonnen. Das vermeintliche 29:28 zählte allerdings nicht – Zeit abgelaufen, entschieden die Schiedsrichterinnen; es blieb beim Remis. Der brasilianische Jubel wich Entsetzen in den Gesichtern. Wenig später aber fanden die Brasilianerinnen und deren Coach faire Worte und lobten die über weite Strecken beeindruckend starke Leistung der Asiatinnen.

Enttäuscht gaben sich die vielen dänischen Fans im Abendspiel gegen Montenegro. Zwischendurch mit 3:10 (16.) lag der dreimalige Olympiasieger hinten. Allein Kreisläuferin Radicevic hatte zu diesem Zeitpunkt acht Mal getroffen. Mit dem 11:5 in der 22. Minute hatte sie ihr achtes Tor in Folge geworfen. Dänemark kam nicht mehr entscheidend heran, Montenegro verdiente sich stehende Ovationen der zahlreichen Oldenburger Zuschauer, die bei allen drei Spielen eine tolle Atmosphäre verbreiteten.

2293 Zuschauer sahen den russischen Auftaktsieg am Samstagmittag, zur späten Veranstaltung mit den beiden anderen Partien (17.45 Uhr und 20.30 Uhr) saßen jeweils 3079 Zuschauer auf den Arena-Tribünen. Die jeweiligen beiden Abendspiele werden auch an den kommenden vier Spieltagen jeweils im Block verkauft, Zuschauer der Abendveranstaltung sehen also immer zwei Spiele.
 
Am Sonntag (3.12.2017) spielt zunächst Tunesien gegen Brasilien, um 17.45 Uhr folgt Montenegro gegen Russland, um 20.30 Uhr treffen Japan und Dänemark aufeinander. Montag ist Ruhetag, Dienstag folgt der dritte, am Mittwoch der vierte und am Freitag der fünfte und letzte Spieltag. Karten sind unter anderem über CTS Eventim oder an den Tageskassen erhältlich.
 
 
 

PM - Ole Rosenbohm WM-LOK Oldenburg - 03.12.2017