Verbandspräsidenten loben Stimmung und Organisation

Star im Team von Montenegro: Jovanka Radicevic (Foto:  Pillaud)

Oldenburg freut sich auf seinen letzten Spieltag bei der laufenden Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland am morgigen Freitag. Am heutigen Ruhetag sammelten die Spielerinnen aller Teams nach bisher vier Partien seit vergangenen Samstag in Varel und Bad Zwischenahn bei lockeren Trainingseinheiten, Spaziergängen und viel Ruhe neue Kraft für die nächsten Aufgaben.

Währenddessen versammelten sich die Delegierten aus Russland, Dänemark, Montenegro, Brasilien, Japan und Tunesien sowie Abgeordnete des Weltverbandes IHF und des DHB im Alten Rathaus bei Oberbürgermeister Jürgen Krogmann. Beim feierlichen Empfang dabei waren auch IHF-Präsident Dr. Hassan Moustafa und DHB-Präsident Andreas Michelmann. Moustafa äußerte sich ausgesprochen positiv über Zuschaueraufkommen, Stimmung in der Halle und Organisation. Auch Michelmann gab sich mit dem Erscheinungsbild in der Halle voll zufrieden. Gestern erlebten Moustafa und Michelmann zusammen mit Veranstalter Thomas Gerster die drei Partien in der EWE-Arena. Partien, die an Spannung kaum zu überbieten waren und die von insgesamt über 3000 Zuschauern begeistert verfolgt wurden.

Ein besonderes Lob erhielten derweil die rund 70 freiwilligen Helfer am Standort Oldenburg, die „Volunteers“: Der französische IHF-Vizepräsident Joel Delplanque bescheinigte dem Team in Oldenburg eine ausgesprochene „Wärme und Herzlichkeit“ in ihrem Einsatz für die Weltmeisterschaft und den Handballsport. „Das ist ein sehr schönes Lob, das wir gerne weitergeben und voll und ganz teilen“, sagte Gerster.

Starker Vorverkauf

Am Freitag wird es wohl voll: Für die Abendsession des letzten Spieltags (Brasilien - Montenegro, Dänemark - Russland) sind bis heute Vormittag rund 3200 Karten abgesetzt worden. Die EWE-Arena fasst rund 4600 Zuschauer bei dieser WM. „Ich hoffe auf eine volle Halle“, sagt Veranstalter Thomas Gerster.

Am Freitag Spannung in jedem Spiel

Nach dem Ruhetag am heutigen Donnerstag stehen am Freitag in der Oldenburger EWE-Arena drei enorm spannende Spiele an. Fest steht nur der letzte Platz der damit ausgeschiedenen Tunesierinnen. Alle anderen Teams können in der Tabelle noch klettern oder abrutschen (über die Platzierung entscheidet sich der Achtelfinalgegner). Montenegro, Brasilien und Japan brauchen sogar noch dringend Punkte, um ein Ausscheiden zu verhindern.

Tabelle vor dem letzten Spieltag:
1. Russland 8:0 Punkte
2. Dänemark 6:2
3. Montenegro 4:4
4. Brasilien 3:5
5. Japan 3:5
6. Tunesien 0:8
(bei Punktgleichheit entscheidet als Erstes der direkte Vergleich; vier Mannschaften ziehen ins Achtelfinale ein)

Was passiert wenn: Darum geht es am Freitag

12 Uhr: Japan - Tunesien. Mit einem Sieg würde sich Japan sicher für das Achtelfinale qualifizieren. Das gelang Nippon auch 2011 und 2013 – allerdings gegen in der Vorrunde eher weniger renommierte Gegner. Bei Remis oder Niederlage hängt der Einzug in die k.o.-Runde von der Partie Brasilien gegen Montenegro ab – vermutlich aber wäre Japan raus.

17.45 Uhr: Brasilien - Montenegro. Der Gewinner ist sicher im Achtelfinale. Montenegro könnte theoretisch noch Zweiter werden, könnte aber bei einer Niederlage als Fünfter ausscheiden.

20.30 Uhr: Dänemark - Russland. Das Spiel um Platz 1. Mit einem Sieg würde Dänemark an Russland vorbeiziehen, bei einer Niederlage droht der Sturz auf Rang 3. Russland reicht ein Unentschieden für den Gruppensieg und den damit vermeintlich leichtesten Gegner im Achtelfinale.


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Ole Rosenbohm, WM-LOK Oldenburg - 07.12.2017