Mission impossible beim deutschen Meister

Kristina Logvin (am Ball) (Foto: Helmerichs)

VfL zu Gast in Thüringen

Vor einer nahezu unmöglichen Aufgabe steht Handballbundesligist VfL Oldenburg am kommenden Mittwoch beim Auswärtsspiel gegen den amtierenden deutschen Meister Thüringer HC. Aber als ob es nicht schon schwer genug wäre gegen die auf allen Positionen erstklassig besetzten Gastgeberinnen, so plagen den Pokalsieger derzeit personelle Probleme. Krankheits- und verletzungsbedingt standen Trainer Niels Bötel in der vergangenen Woche teilweise nur 7-8 Feldspielerinnen beim Training zur Verfügung. Auch für das Spiel in Bad Langensalza stehen noch einige Fragezeichen auf dem Block des Trainers.

Während Jane Martens erneut aussetzen muss zeigt sich Bötel bei Kristina Logvin (Schulter), Angie Geschke (Nacken) und Ann Kristin Roller (Krank) recht optimistisch, was ihren Einsatz am Mittwoch betrifft. Anders sieht es beim deutschen Meister aus. Zwar fehlen mit den langzeitverletzten Saskia Lang, Krisztina Triscsuk und Beate Scheffknecht immer noch drei Spielerinnen aus dem Kader des Meisters, aber dafür kann Trainer Herbert Müller wieder auf die lange Zeit verletzten Ina Großmann, Alicia Stolle und Kristy Zimmerman zurückgreifen. Gerade die letzten beiden konnten in den letzten Champions League Spielen deutlich zeigen, wie wichtig sie für den THC sind.

„Das wird sehr, sehr schwer werden, hier etwas mitzunehmen. Wir müssen sechzig Minuten lang hoch konzentriert zur Sache gehen und hoffen, dass der THC einen nicht so guten Tag erwischt und uns vielleicht auch ein wenig unterschätzt. Dann müssen wir zur Stelle sein“, sieht Niels Bötel sein Team klar in der Außenseiterrolle. „Das was der THC an Variationen im Angriff und in der Abwehr zu bieten hat übersteigt alles, was man sonst aus der Bundesliga kennt. Dadurch spielen sie sehr flexibel. Außerdem spielen sie ebenfalls mit dem siebten Feldspieler und zeigen eindrucksvoll, was diese Maßnahme bewirken kann, wenn es mal mit 6 gegen 6 nicht so läuft. Der THC ist der ganz klare Favorit. Deren Ziele sind klar und sie stehen zu Recht dort oben, wie sie zuletzt in der Champions League bewiesen haben. Der Rückraum mit Spielerinnen wie Emily Bölk, Alicia Stolle oder Iveta Luzumová ist eine Klasse für sich“, so der VfL-Trainer, der trotzdem noch jede noch so kleine Chance nutzen will um den großen Favoriten zu ärgern.

 

Bernd Teuber – Presse VfL Oldenburg – 11.03.19