Sieg für den VfL

Foto: Thorsten Helmerichs

VfL-Frauen erkämpfen sich zwei Punkte in Nord-Duell

 

Am Ende war auch der verworfene Siebenmeter von Merle Carstensen egal: Jubelnd rissen die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg die Arme hoch, als mit dem vergebenen Wurf die Schlusssirene ertönte. Mit einem 25:21 (11:11)-Erfolg bei den HL Buchholz 08-Rosengarten sicherte sich die Mannschaft von Trainer Niels Bötel die nächsten zwei wichtigen Punkte.

„Ich denke wir haben das Spiel am Ende auch in der Höhe verdient gewonnen“, resümierte Coach Bötel nach der Begegnung. Dabei war sein Team unter schlechten Vorzeichen in die Partie vor 225 Zuschauern in der Nordheidehalle gestartet. Mit Marloes Hoitzing musste Bötel auf eine weitere Feldspielerin verzichten – und auch bis zum ersten Treffer seiner Mannschaft war vom VfL-Trainer Geduld gefordert. Fünf Minuten standen auf der Uhr, als Marie Steffen, nach herrlichem Anspiel an den Kreis, den ersten Treffer der Partie erzielte. Ansonsten taten sich die Oldenburgerinnen in der Anfangsphase besonders in der Vorwärtsbewegung schwer. Bei der offensiven 5:1-Deckung der Gastgeberinnen gelang es zu selten, sich – wie beispielsweise über Jenny Behrend von der Außenposition – die nötigen Freiräume zu erspielen. Immerhin: Bei doppelter Unterzahl der Luchse erhöhte Luisa Knippert auf 6:3, bis zur 21. Minute hatte sich der VfL auf 9:5 abgesetzt. Doch satt die Führung weiter auszubauen, geriet die bis dahin so sichere Abwehr etwas mehr in Bedrängnis. Nachdem Merle Carstensen bei einem Siebenmeter zum möglichen 12:8 per Heber scheiterte, traf nur noch Buchholz-Rosengarten – und erzielte kurz vor dem Halbzeitpfiff das 11:11.

Nach dem Seitenwechsel wurde Oldenburg dann wieder stärker. Bötel, der nur mit einem kleinen Kader die Reise vor die Tore Hamburgs angetreten war, sah, wie sein Team immer mehr den Ton angab – und sich die Gastgeberinnen oftmals nur mit Foulspielen zu helfen wussten. Neun Mal trat der VfL während der 60 Minuten zum Siebenmeterwurf an und erzielte von der Linie sechs wichtige Tore, die beim Ausbau der Führung halfen. Zehn Minuten vor dem Ende führte Oldenburg 22:17. Und diesen Vorsprung gaben die Huntestädterinnen – anders als noch im ersten Abschnitt – nicht mehr her. „Wir haben wieder sehr gut in der Abwehr gestanden“, lobte VfL-Coach Bötel seine Spielerinnen. Auch die dritte Zeitstrafe gegen Lisa-Marie Fragge (52. Minute) und das 21:23 der Gastgeberinnen ließ die Mannschaft nicht aus der Ruhe bringen. „Wir hatten schon in der ersten Halbzeit die Chance, den Vorsprung zu erhöhen. Das hat in der zweiten Halbzeit etwas besser geklappt. Am Ende bin ich froh, dass wir das so sicher über die Ziellinie gebracht haben“, sagte Bötel. „Das waren zwei wichtige Punkte.“

Viel Zeit zur Regeneration bleibt seiner Mannschaft nicht. Bereits am Mittwoch, 14. Oktober, 19.30 Uhr, empfangen die Oldenburgerinnen den Thüringer HC.

HL Buchholz 08-Rosengarten – VfL Oldenburg 21:25 (11:11)

VfL: Julia Renner, Nele Reese – Lisa-Marie Fragge (1), Lana Teiken, Toni-Luisa Reinemann, Kathrin Pichlmeier (3), Jane Martens (3), Marie Steffen (3), Merle Carstensen (8/6), Jenny Behrend (5), Luisa Knippert (2)

Siebenmeter: HL (3/3), VfL (6/9)

Zeitstrafen: HL (6), VfL (5)

Sönke Spille, Presseverantwortlicher VfL Oldenburg GmbH