Sieg in Bensheim!

Sieg in Bensheim!

Es war ein hart umkämpftes Handballspiel am Freitagabend in der Weststadthalle Bensheim, das sich zum Schluss zu einem Krimi erwies und an dessen Ende das Handballbundesligateam des VfL durch eine geschlossene Teamleistung und starken Kampfeswillen einen verdienten Sieg einfahren konnte.

Von Beginn an war es eine Begegnung auf Augenhöhe, keine der beiden Mannschaften konnte sich klar absetzen. Das erste Tor warf Julia Maidhof für die HSG (00:38), die am Ende der Partie mit 10 Toren auf ihrem Konto die beste Werferin des Spieles war. Die erste Führung für den VfL fiel durch ein Tor von Kathrin Pichlmeier in der 6. Minute. Diese Führung konnte man bis in die 20. Spielminute halten, als Sanne Hoeckstra mit dem 8:8 (19:40) für die Flames den Ausgleich warf und direkt im Anschluss durch ein weiteres Tor von Sarah van Gulik die 9:8 (19:47) Führung für die HSG erzielt wurde. Diese wurde wiederum von den Gastgebern bis 2 Minuten vor der Halbzeitpause gehalten. Jenny Behrend konnte in der 28 Spielminute zum 11:11 (27:15) ausgleichen, doch nach 2 weiteren Toren von Sarah van Gulik zum 12:11(28:01) und Sarah Dekker zum 13:11(29:23) gingen die Bensheimer führend in die Halbzeitpause.

Die 2. Halbzeit gehörte dann aber erstmal dem Team des VfL. Nach dem Anschlusstreffer von Jane Martens zum 13:12 (30:29) konnten die Oldenburger in den nächsten 8 Minuten nicht nur aufholen, sondern ihre Führung auf 13:17 (37:47) durch Kathrin Pichlmeier ausbauen. Die Oldenburger behielten bis zur 58. Minute leicht die Nase vorne, doch waren es jetzt die Gastgeber, die einen Zahn zulegten und aggressiver aufspielten. Nach einem erfolgreichen 7 Meterwurf von Lisa Friedberger zum 21:21 (53:49) Ausgleich konnten die Flames durch zwei auf einander folgende Tore von Julia Maidhof mit 23:22 (58:52) in der 59 Minute für die HSG Bensheim in Führung gehen.

Trainer Niels Bötel reagierte mit einem Time Out in dessen Folge Ann-Kristin Roller Nerven bewies und den 23:23 (59:01) Ausgleich für den VfL erzielen konnte.

59 Sekunden vor Ende des Spiels nahmen die Gastgeber ihrerseits eine Auszeit in Anspruch, um sich noch einmal zu sammeln und auszurichten. Doch waren die Handballfrauen des VfL fest entschlossen, den Sieg mit nach Hause zu nehmen. Katrin Pichlmeier konnte diesem Mannschaftsgefühl Ausdruck verleihen, in dem sie in letzter Sekunde den 23:24 Siegtreffer warf.

Der Trainer zum Spiel: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Jeder hat heute seinen Teil dazu beigetragen, dass wir am Ende den Sieg mit nach Hause nehmen konnten. Wir haben in den vergangenen Wochen viel Zeit in die Abwehrarbeit investiert und das hat sich heute auch bezahlt gemacht. Am Ende der 2.Halbzeit spiegelte sich auch ein wenig das Problem der 1.Halbzeit wieder. Wir sind etwas eingeknickt und wurden nachlässig. Zum Schluss haben wir glücklich aber auch verdient gewonnen.“

Die Nächste Herausforderung steht schon bevor

Doch ausruhen kann sich auf diesen Erfolgserlebnissen niemand, denn schon am Sonntag, den 29.12. um 16:30 Uhr in der kleinen EWE Arena steht die nächste große Herausforderung an. Beim letzten Heimspiel des Jahres empfängt der VfL den TUS Metzingen. Der Tabellen 5. zeigte zuletzt eine starke Leistung beim Spiel gegen den 1.FSV Mainz 05, das man 32:14 gewann.

Der TUS Metzingen zeichnet sich durch ein schnelles und agiles Spiel aus. Außerdem haben sie neben dem Vorsatz wieder europäisch zu spielen auch zwei bekannte Gesichter im Gepäck:  Madita Kohorst und Cara Hartstock, die beide für den VfL gespielt haben.

Ein großer Faktor werden aber auch die Fans in der Halle sein. Das letzte Heimspiel des Jahres ist erfahrungsgemäß immer ein besonders stimmungsvolles. Gerade bei den letzten begeisternden und mitreißenden Auftritten der Handballbundesligafrauen des VfL haben die Fans in der Halle die extra Portion Energie auf die Platte gebracht, um auch mal die Großen zu ärgern. Das weiß auch der Trainer Niels Bötel: „Metzingen ist ohne Zweifel eine starke Mannschaft, aber wir wissen, dass auch wir stark spielen können. Es wird ein enorm schwieriges Heimspiel und es muss vieles passen, damit wir zählbares mit aus dieser Begegnung nehmen, aber wir glauben an uns selbst. Wenn die Fans, die uns auch in Bensheim super unterstützt haben, wieder an unsere Seite sind, ist vieles möglich.“

 

Joel Matuschiak, Presseverantwortlicher VfL Oldenburg GmbH