VfL-Frauen kämpfen sich zum Sieg

Zurück in der Erfolgsspur: Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg haben ihr Heimspiel gegen den TSV Bayer Leverkusen mit 26:22 (15:12) gewonnen. Den Grundstein legte das Team dabei mit einem starken Start in die zweite Halbzeit – und behielt die Nerven, als es in der Schlussphase noch einmal spannend wurde.

 

Leverkusen war mit einer Serie von vier Siegen in Folge nach Oldenburg gereist, der VfL hatte in der Woche zuvor das Nord-Derby in Buxtehude verloren. Den ersten Abschnitt bestimmten aber die Gastgeberinnen. Einzig beim 1:0 und 2:1 lag Leverkusen in Front, die restliche Spielzeit verteidigten die Huntestädterinnen ihren knappen Vorsprung durch die ersten 30 Minuten. Auch als man beim Stand von 10:7 in Unterzahl agieren musste – und zwei Tore aus Gegenstößen kassierte – blieb das Bötel-Team konzentriert, bauten die Führung wieder aus und ging mit 15:12 in die Kabine. Dabei wäre sogar noch ein deutlicherer Vorsprung möglich gewesen – hätte Merle Carstensen ihre beiden Siebenmeter in der Anfangsphase verwandelt und die Außen aus den eigenen Gegenstößen etwas mehr Profit geschlagen.

Das gelang dann nach dem Wiederanpfiff. Dreieinhalb Minuten waren beide Teams zurück auf dem Feld, da hatten die Gastgeberinnen auf 19:13 erhöht. „Wir haben heute wieder richtig gut in der Abwehr gestanden“, freute sich Trainer Niels Bötel, dass seine Mannschaft nur wenig zuließ. Leverkusen fand kaum Lücken in der aggressiven und kompakt stehenden VfL-Abwehr, die dabei keineswegs unfair agierte. „Das war mit Sicherheit entscheidend“, fand Bötel. Im Angriffsspiel begeisterte dazu oftmals das Zusammenspiel von Toni Reinemann und Marie Steffen.

Als die Schlussphase näher rückte, wurde es aber noch einmal brenzlig. „Mit der offensiven Deckung der Leverkusenerinnen haben wir uns schwergetan“, sagte Coach Bötel, der wie schon gegen Buxtehude auf Rückraumwerferin Kathrin Pichlmeier verzichten musste – und versuchte, mit einer zusätzlichen Feldspielerin ein Überzahlspiel zu generieren. Bayer kam auf zwei Tore heran (23:21), doch spätestens mit dem 25:21 durch Lisa-Marie Fragge (56. Minute), war den Oldenburgerinnen dieser Sieg nicht mehr zu nehmen.

Leverkusens neuem Trainer Martin Schwarzwald fügte der VfL mit dem Erfolg die erste Niederlage in seinem fünften Spiel für den TSV zu. „Martin war mein Zimmerpartner beim A-Lizenzlehrgang. Da ist es natürlich besonders schön, dass wir heute die zwei Punkte geholt haben“, meinte Niels Bötel mit einem Augenzwinkern – und fügte kurz darauf hinzu: „Meine Mannschaft hat heute ein wirklich gutes Spiel gemacht und sich diesen Sieg verdient.“

Den Schwung aus dem Leverkusen-Sieg will der VfL Oldenburg nun auch zum Start in die Rückrunde mitnehmen. Am Samstag, 23. Januar, 17 Uhr, ist das Bötel-Team beim TuS Metzingen zu Gast.

VfL Oldenburg – TSV Bayer Leverkusen 26:22 (15:12)

VfL: Julia Renner – Lisa Marie Fragge (4), Lana Teiken (4), Toni-Luisa Reinemann (5/2), Natacha Buhl, Marloes Hoitzing (1), Jane Martens, Marie Steffen (4), Merle Carstensen (4), Jenny Behrend (2), Luisa Knippert (2)

 

Sönke Spille, Presseverantwortlicher VfL Oldenburg GmbH