Deutlicher Heimsieg zum Hinrundenende

Myrthe Schoenaker  (Foto: Helmerichs)

VfL setzt sich vom Tabellenende ab

Zum Abschluss der Hinrunde gelang dem VfL Oldenburg vor 1256 Zuschauern in der heimischen EWE Arena ein deutlicher 36:27 (19:11) Sieg über die HSG Bensheim/Auerbach und baute damit den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf fünf Punkte aus. Gleichzeitig zog man punktemäßig mit der HSG Blomberg-Lippe gleich und geht als Neunter in die Rückrunde, die in zwei Wochen mit einem Heimspiel gegen SV Union Halle-Neustadt beginnt.

Die Gastgeberinnen kamen gut ins Spiel und lagen bereits nach sieben Minuten mit 5:2 in Führung. Gleich zweimal parierte Julia Renner in dieser Phase einen Siebenmeter. Am Ende konnte die Torhüterin 40 % der Würfe auf ihr Tor entschärfen. Ein Spitzenwert. Nun kam aber auf einmal Hektik ins Spiel des VfL und man bescherte den Gästen durch eigene Fehlpässe zahlreiche Torchancen. Diese nahmen die Gastgeschenke dankend an und machten aus dem Rückstand innerhalb von anderthalb Minuten eine 6:5 Führung. Die vor dem Spiel mit Riesenapplaus begrüßte Angie Geschke beendete in der 12. Minute mit ihrem ersten von fünf souverän verwandelten Siebenmetern die Torflaute des VfL. In den folgenden Minuten wechselte die Führung mehrmals und es sah ganz nach einem Spiel auf Augenhöhe aus. Beim Stande von 9:9 in der 20. Minute nahm VfL-Trainer Niels Bötel seine erste Auszeit. „Wir mussten die Hektik aus dem Spiel kriegen und haben uns noch einmal darin erinnert, was wir abgesprochen haben. Das haben wir dann erfolgreich umgesetzt“, berichtet der Trainer von der Auszeit, die dem Spiel eine Wendung geben sollte.

Auf einmal war der VfL wieder voll da. In der Abwehr ließ man kaum noch was zu und im Angriff verwertete man konsequent alle Chancen und zog mit einem 7:0 Lauf auf 16:9 davon. Gleich mehrfach war Lina Genz zunächst an der guten HSG Torhüterin Helen van Beurden gescheitert. Zwei Minuten vor der Pause war es dann aber endlich soweit. Mit ihrem ersten von zwei Treffern erhöhte sie auf 17:10 und tankte dadurch ordentlich an Selbstvertrauen. Beim Stande von 19:11 für den VfL ging es dann in die Pause.

Auch in die zweite Halbzeit erwischte der VfL den besseren Start und konnte in der 33. Minute beim Stande von 22:12 erstmals eine zweistellige Führung erzielen. Näher als acht Tore sollten die Gäste im Verlauf des Spiels auch nicht mehr herankommen. Aber auch der VfL konnte sich nicht weiter absetzen, so dass sich der Vorsprung im weiteren Verlauf auf zehn Tore einpendelte. Den Schlusspunkt für den VfL setzte die mit neun Treffern beste Torschützin des Tage Myrthe Schoenaker mit zwei Treffern innerhalb einer halben Minute zum 36:26. Sekunden vor dem Schlusspfiff verwandelte Bensheims Lisa Friedberger ihren siebten Siebenmeter zum Endstand. „Das war heute ein Tag, an dem nichts funktioniert hat bei uns“, zeigte sich Ex-VfLerin Simone Spur-Petersen enttäuscht nach dem Spiel, dass man sich wohl deutlich anders vorgestellt hatte.

VfL Oldenburg: Renner, Ferenczi – Fragge, Birke 2, Genz 2, Martens 1, Behrend 4, Geschke 7/5, Logvin 5, Hartstock 1, Mikkelsen 5, Schoenaker 9, Roller
Gelbe Karte: 2
2 Minuten: 7
Siebenmeter: 5/5

HSG Bensheim/Auerbach: Kockler, van Beurden – Thomas 2, Logdanidou, Spur Petersen 1, Hoekstra 4, Friedberger 8/7, Freriks 4, van Gulik 3, Maidhof 5, Sobiech
Gelbe Karte: 1
2 Minuten: 3
Siebenmeter: 9/7

Zuschauer: 1256

 


Bernd Teuber – VfL Oldenburg – 03.02.19