VfL sichert sich zweiten Platz beim Turnier in Melsungen

VfL-Trainer Niels Bötel zieht eine positive Bilanz. (Foto: VfL Oldenburg)

Halbzeit in der Saisonvorbereitung

Pünktlich zur Halbzeit der Saisonvorbereitung hat der VfL Oldenburg am vergangenen Wochenende am Heinrich-Horn-Gedächtnisturnier in Melsungen teilgenommen und dieses mit einem zweiten Platz hinter Bundesligakonkurrent TSV Bayer Leverkusen beendet.

„Das Turnier wollten wir dazu nutzen, um die Abwehr zu testen, da nach dem Ausfall von Lisa Marie Fragge hier in der Vorbereitung bisher unser Hauptaugenmerk gelegen hat. Dabei stand erstmal die 6:0 Deckung mit Marie Steffen, Kathrin Pichlmeier und Carina Aselmeyer im Fokus“, erzählt VfL-Trainer Niels Bötel. Los ging es am Samstag mit einem souveränen 29:14 Sieg gegen Zweitligaaufsteiger HSV Solingen Gräfrath.

„Gleich im ersten Spiel gegen Solingen hat man gesehen, dass sich da einiges in den letzten Wochen getan hat und die gesamte Abwehr mittlerweile deutlich besser harmoniert. Es hat sehr gut funktioniert und wir waren die ganze Zeit voll konzentriert und haben den Kontakt angenommen. Dadurch sind wir zu einfachen Toren gekommen und so einen guten Start ins Turnier gehabt“, zeigte sich Bötel mit dem ersten Auftritt seines Teams sehr zufrieden.

Weniger gut lief es dann im zweiten Spiel des Tages gegen Gastgeber SG Kirchhof. In einem durchwachsenem Spiel des Bundesligisten setzte es eine 18:23 Niederlage. „Kirchhof wird sicherlich oben mitspielen. Was wir im ersten Spiel über 40 Minuten super gemacht haben, hat hier nicht ganz so geklappt. Das Spiel war von unserer Seite eher durchwachsen mit einigen guten Ansätzen. Aber es war klar, dass bei unserer jungen Mannschaft noch nicht alles wie im Schlaf funktioniert. Vor allem wenn wir nicht ganz fokussiert sind.“

Aufgrund des besseren Torverhältnisses konnte der VfL sich aber trotz der Niederlage den Gruppensieg sichern und am Sonntag um den Turniersieg spielen. Hier traf man zunächst auf den Vorjahreszweiten Leverkusen und kassierte eine deutliche 18:25 Niederlage. „Gegen Leverkusen haben wir versucht, das Tempo zu verschleppen, was uns in der ersten Viertelstunde auch ganz gut gelungen ist, da wir in der Abwehr wieder voll fokussiert waren. Nach Ballgewinn haben wir langsam nach vorne gespielt und die Angriffe voll ausgespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann die Taktik gewechselt und schneller abgeschlossen, da haben wir dann gesehen,  dass wir noch nicht soweit sind, weil wir uns halt bisher auf die Abwehrarbeit konzentriert haben. Am Anfang konnten wir das Spiel noch eng gestalten, haben dann aber müdigkeitsbedingt zu viele Fehler gemacht. Leverkusen war deutlich besser und ist gut für den E-Cup gerüstet und kann wohl auch in der Bundesliga eines der Topteams ärgern“, lobte der Trainer den Gegner.

Da auch Bundesligaabsteiger SV Union Halle Neustadt zuvor gegen die Werkselfen mit 19:21 verloren hatte, kam es zum Abschluss des Turniers zu einem echten Endspiel um den zweiten Platz, welches der VfL mit 20:16 für sich entscheiden konnte. „Gegen Halle haben wir gleich gezeigt, wer der Erstligist ist und schnell mit 6:0 geführt. Zwar konnten sie noch einmal herankommen, aber am Ende gelang es uns noch einmal entscheidend davonzuziehen. Das Erste sowie letzte Spiel waren gut, aber auch die erste Viertelstunde gegen Leverkusen. Wir haben uns in den Dingen, die wir trainiert haben, gesteigert“, zieht Bötel eine positive Bilanz.

Es war das zweite Mal in der Vorbereitung, dass die Grün-Weißen sich auf dem Handballfeld mit anderen Teams messen konnten. Zwei Wochen zuvor hatte es beim Drittligisten
SV Henstedt-Ulzburg ein Abschiedsspiel für die neue VfL Torhüterin Nele Reese gegeben, welches der VfL mit 29:25 für sich entscheiden konnte. Ein Ergebnis welches Trainer Niels Bötel nicht überbewerten möchte. „Die Spritzigkeit hat gefehlt, da wir noch müde Beine hatten und außerdem fehlte es noch in der Abstimmung. Das ist aber nicht verwunderlich, da wir zu Beginn der Vorbereitung mehr im athletischen Bereich gearbeitet haben und weniger mit dem Ball. Außerdem hatten wir zu dem Zeitpunkt zwei Wochen durchtrainiert. Da darf man schonmal müde sein“.


Bernd Teuber – Presse VfL Oldenburg – 15.08.19