Pressemitteilung vom 24.08.2019

Gastgeber verpassen Halbfinale knapp

Drei Bundesligisten unter den besten Vier

Hochklassigen und spannenden Frauenhandball bekamen die Zuschauer am ersten Tag des 34. Internationalen Frauenhandball-Turnier um das Oldenburger Wunderhorn in der Robert-Schumann-Halle zu sehen. Während Gastgeber VfL Oldenburg das Halbfinale um gerademal ein Tor verpasste, zeigte Drittligist TV Hannover-Badenstedt, dass sie trotz des letzten Platzes in der Gruppe die richtige Wahl als Nachrücker waren. Einziges Team ohne Verlustpunkte ist Titelverteidiger TSV Bayer Leverkusen, der damit seine Ambitionen untermauerte, auch in diesem Jahr als Gesamtsieger aus der Halle zu gehen.

Die Elfen waren auch der Auftaktgegner der VfL-Damen, die wie schon beim Turnier in Melsungen lange Zeit mit den Leverkusenerinnen mithalten konnten und vor der Pause sogar meist in Führung lagen. Erst Mitte der zweiten Halbzeit konnten die Elfen das Spiel zu ihren Gunsten drehen und am Ende einen 19:16 Sieg einfahren.

„Mit dem Abwehrspiel war ich zufrieden, aber bei unserer Chancenverwertung ist noch deutlich Luft nach oben“, so VfL-Trainer Niels Bötel nach dem Spiel. Im zweiten Spiel der Gruppe B mussten sich tapfer kämpfende Badenstedterinnen dem schwedischen Vizemeister H65 Höör mit 14:20 geschlagen geben. Mehr Grund zur Freude hatte der letztjährige Meister der 3. Liga Nord dann im Spiel gegen die Gastgeberinnen, denen sie beim 22:22 einen Punkt abtrotzten.

„Wir haben schlecht gespielt und den Gegner vielleicht ein wenig zu sehr auf die leichte Schulter genommen“, war Bötel nicht so zufrieden mit der Leistung seines Teams gegen den Drittligisten. Im Spiel der beiden Erstrundensieger ließen im Anschluss die Elfen den Schwedinnen keine Chance und siegten deutlich mit 20:12. Noch deutlicher wurde es dann gegen die doch schon etwas ermüdeten Badenstedterinnen. Mit 31:11 feierte der Titelverteidiger den höchsten Sieg des Tages beim Wunderhorn. Damit war vor dem letzten Spiel des Tages klar, dass ein Sieg des VfL gegen Höör hermusste, um noch den Sprung ins Halbfinale zu schaffen. Lange Zeit sah es auch recht gut aus, da der VfL in Führung lag. Wie schon im ersten Spiel gegen die Elfen gab die Bötel-Truppe aber zum Ende des Spiels die Führung her und lief einem Rückstand hinterher. Als noch eine Minute zu spielen war nahm Bötel beim Stande von 18:19 noch einmal eine Auszeit. Mit Erfolg. Kristina Logvin war es die 35 Sekunden vor dem Ende mit einer Energieleistung ausgleichen konnte und die Fans noch einmal hoffen lies. Obwohl die VfL-Abwehr den Ball kurz vor dem Ende noch einmal erobern konnte, sollte es nicht mehr reichen, so dass der VfL morgen um 10:25 Uhr in den Platzierungsspielen auf den norwegischen Vertreter Byasen Handball Elite treffen wird.
Für die Schwedinnen heißt der Gegner im Halbfinale HSG Blomberg/Lippe, die ihre Gruppe gewinnen konnten.
 
Die HSG war mit einem 17:14 Sieg gegen Byasen in das Turnier gestartet. Das Eröffnungsspiel hatten zuvor Skanderborg Handbold und die HSG Bensheim/Auerbach bestritten. Hier hatte der Bundesligist mit 19:15 die Oberhand behalten. Hatte Blomberg in der vergangenen Saison noch beide Spiele in der Bundesliga gegen die Flames aus Bensheim deutlich für sich entscheiden können, trennte man sich diesmal mit 22:22. Im Skandinavien-Duell gab es einen deutlichen 21:16 Sieg für Skanderborg. Das die Norwegerinnen besser sind als ihr Tabellenplatz aussagt, bekamen dann die Flames in ihrem letzten Spiel des Tages zu spüren, als sie mit 14:23 eine deutliche Niederlage kassierten. Trotz des klaren Sieges stand aber vor dem letzten Spiel des Tages bereits fest, dass sich aufgrund des direkten Vergleichs gegen Skanderborg für Byasen nichts an der Tabellensituation ändern würde. Gleichzeitig benötigten die Flames Schützenhilfe aus Blomberg um den Sprung ins Halbfinale zu schaffen. Und die bekamen sie. Mit einem 19:17 Sieg sicherte sich Blomberg den Gruppensieg und bescherte Bensheim gleichzeitig das Halbfinale gegen die Bayer-Elfen. Skanderborg trifft im Platzierungsspiel auf Badenstedt. Dies ist auch gleich das erste Spiel am Sonntagmorgen um 9:30 Uhr.

„Wie schon in Melsungen haben wir im ersten und im dritten Spiel gut gespielt und hätten mit einer besseren Chancenverwertung auch gewinnen können. Auch diesmal war wieder das zweite Spiel von uns schlecht.  Das Spiel hat aber mal wieder gezeigt, dass wir gegen jeden Gegner Vollgas geben müssen, wenn wir gewinnen wollen. Von daher war das Spiel sicherlich lehrreich für uns. Am Ende hat ein Tor im zweiten oder dritten Spiel zum Halbfinale gefehlt“, so die Halbzeitbilanz des VfL-Trainers beim Wunderhorn-Turnier.

 

 
Bernd Teuber – Presse VfL Oldenburg – 24.08.19