Pressemitteilung vom 26.02.2020

Wichtiger Sieg im Nord-Derby durch Teamleistung

Schon vor dem Spiel am Mittwochabend machte Trainer Niels Bötel klar, dass man alles geben werde, um im Nord-Derby zu überzeugen. Es war ein deutlich schnelleres Spiel als jenes, welches die Zuschauer am Sonntag zu sehen bekamen. Von Anfang an gaben beide Mannschaften Vollgas. Dabei musste der VfL Oldenburg Ausfall bedingt heute ohne Kreis aufspielen. So kam es, dass heute Jessica Koconrek den Verlust von Marie Steffen und Ann-Cristin Roller kompensieren sollte und mit ihren ersten Bundesliga Minuten debütierte.

Das jüngste Team der HBF zeigte, was es unter einem Derby versteht. Dass ein solches Derby gewisse Kräfte freisetzen kann, weiß man. Myrthe Schoenaker stellte dies mit den drei ersten Toren und der Führung für den VfL unter Beweis.  Dabei überzeugte die gesamte Oldenburger Mannschaft in den ersten 30 Minuten durchgehend mit einem starken Abwehrspiel und konnte bis zum ersten Timeout in der 17. Minute die Führung halten (9:7). Diese konnte man in der 21. Minute sogar auf 12:9, geworfen von Jenny Behrend, ausbauen. Immer wieder konnten in der Abwehr erkämpfte Bälle ihren Weg in das Tor des BSV finden, wie beim 13:9 durch Kathrin Pichlmeier in der 24. Spielminute.

Die Oldenburger überzeugten aber nicht nur durch ein hartes Abwehrspiel, auch Unterzahlsituationen wurden immer wieder clever gelöst. Buxtehude konnte den Abstand noch einmal verkürzen (13:10), aber gleich danach machte Julia Renner durch 2 schöne Paraden deutlich, dass auch sie heiß auf das Derby war. Genauso wie Kathrin Pichlmeier die mit dem 14 :10 einen weiteren Nadelstich für den VfL setzte.

Maike Schirmer konnte dann direkt vor der Pause auf 15:12 für den BSV verkürzen. Auch zu Beginn der 2. Hälfte zeigte sich das gleiche Bild. Nach einer weiteren Parade von Julia Renner konnte Myrthe Schoenaker die Führung für den VfL auf 16:13 ausbauen. In der 37. Minute gelang es dann Christina Haurum nach einer Parade von Torhüterin Katharina Filter (Buxtehude), den BSV auf 18:17 heran zu bringen. In der 40. Spielminute dann der Ausgleich für die Gäste durch Lone Fischer.

Doch die Oldenburger gaben nicht nach. Wieder konnte Julia Renner zeigen, warum sie Oldenburgs Nummer 1 zwischen den Pfosten ist. Nach 2 parierten Würfen konnten Kathrin Pichlmeier (20:18) und Myrthe Schoenaker (21:18) den VfL wieder in die bessere Position bringen. Gleich im Anschluss zeigte die Oldenburger Torfrau erneut eine überragende Leistung und gab der Mannschaft einen weiteren wichtigen Impuls. Dieser kam an und Kathrin Pichlmeier netzte zum 22:18 und 23:18 ein.

Lynn Schneider gelang es für die Gäste aus Buxtehude auf 23:20 zu verkürzen, doch ein sehenswerter Pass von Jane Martens auf Jenny Behrend gab die entsprechende Antwort (24:20). Die Intensität des Spieles ließ nicht nach. Auch nicht die Leistung der Abwehr des VfL. Weiterhin wurde aus erkämpften Bällen in der Defensive und im Angriff Kapital geschlagen (26:21, 27:21). Mit den Fans im Rücken, die über das ganze Spiel für ihre Mannschaft da waren, konnte das Oldenburger Team letztendlich verdient mit 27:24 das Nord-Derby für sich entscheiden.

Trainer Niels Bötel zum Spiel: „Wir haben es über das ganze Spiel heute sehr gut gemacht. Wir haben in der Rückzugsbewegung Fehler gemacht, die Buxtehude auch sofort bestraft hat. Die Mannschaft hat heute sehr diszipliniert und auch geduldig gespielt. Wir sind heute alle als Team aufgetreten und haben sowohl im Angriff wie auch in der Abwehr einen super Job gemacht. Vor allem mit den Fans im Rücken kann man solch einen Sieg dann auch verdient genießen, bevor es dann wieder an die Arbeit geht.“


Tore für den VfL: Kathrin Pichlmeier 9, Myrthe Schoenaker 8, Jenny Behrend 4, Malene Staal 4, Toni-Luisa Reinemann 1, Helena Mikkelsen 1


Joel Matuschiak, Presseverantwortlicher VfL Oldenburg GmbH - 27.02.2020