VfL Oldenburg erklärt seinen Verzicht auf die Teilnahme am EHF Cup 2018/19

Der VfL verzichtet auf die Teilnahme am EHF Cup 2018/19. (Foto: VfL Oldenburg)

Nach intensiven Gesprächen mit den Beteiligten, hat sich die VfL Oldenburg GmbH dazu entschlossen, auf die Teilnahme am EHF Cup 2018/19 zu verzichten. „Eine Teilnahme passt derzeit nicht in die sportliche und finanzielle Ausrichtung“, so Peter Görgen, Geschäftsführer der VfL Oldenburg GmbH.

„Was unser Team, unsere Trainer, unsere Betreuer und unsere Fans am letzten Wochenende geleistet haben, ist phänomenal! Da haben sich alle reingehängt und alles gegeben. Und am Ende hat die Mannschaft gewonnen, die es sich mehr verdient hat. Ganz großer Sport! Dieses Erlebnis wird allen in Erinnerung bleiben. Bei aller Euphorie müssen wir aber unsere Möglichkeiten realistisch einschätzen, sowohl die sportlichen als auch die monetären“, so Görgen weiter.

„Vor einem Jahr haben wir einen Weg eingeschlagen, den es auch in Zukunft zu berücksichtigen gilt. Nach einer 12-jährigen Leszek-Ära haben wir uns mit Niels Bötel und Andy Lampe für ein junges Trainerteam entschieden, deren Verträge in der Zwischenzeit bis 2020 verlängert wurden. Das Team ist zur Saison 2017/18 verjüngt worden, im Spieljahr 2018/19 sind 5 (!) Eigengewächse mit an Bord. Und wieder stellen wir mit insgesamt nur 14 Spielerinnen den kleinsten Kader in der Bundesliga. Unsere Prioritäten sehen wir in anderen Bereichen. Aus diesem Grund werden wir keine finanzielle Mehrbelastung für die Teilnahme am Europapokal aufbringen können.“, beschreibt Görgen die weitere Ausrichtung.

„Die Teilnahme würde ein zusätzliches Budget von etwa 100.000 Euro oder mehr erfordern. Die Kalkulation für die letzte EC-Teilnahme in der Saison 2016/17 hat gezeigt, dass sich Situationen auch anders darstellen können als ursprünglich geplant. In den Vorrunden trafen wir auf namhafte Gegner und konnten diese Spiele aufgrund von finanziellen Problemen auf deren Seite für uns entscheiden. Dadurch erreichten wir sogar die Gruppenphase mit weiteren drei Heim- und Auswärtsspielen. Das war sportlich sehr positiv, finanziell aber eine sehr große Herausforderung. Das müssen wir in dieser Form nicht noch einmal haben“ so Görgen.

„Wir haben uns in unserer gesamten Finanzplanung anders ausrichten müssen und befinden uns auf einem sehr guten Weg. Der Jahresabschluss zum Juni dieses Jahres wird annähernd so gut ausfallen wie geplant. Auch die Planung für die kommende Saison 2018/19 befindet sich in der Endphase. Ich darf daran erinnern: Ab Februar 2017 war Willi Lemke bei uns mit im Boot. Bis Juni 2017 hat er alles ihm mögliche bewegt, um uns zu helfen. Unsere Sponsoren unterstützen und begleiten uns auf unserem eingeschlagenen Weg. Unsere Zukunftsplanung dürfen wir durch die Teilnahme am EHF Cup nicht auf´s Spiel setzen. So Leid uns das für unsere Mannschaft auch tut“, fasst Geschäftsführer Peter Görgen die Situation zusammen.

 

PM - VfL Oldenburg - 24.05.2018