Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben das dritte Auswärtsspiel innerhalb von sechs Tagen verloren. In der EHF European League musste sich das Team von Trainer Niels Bötel bei Rapid Bukarest mit 30:34 (16:17) geschlagen geben. Nach zwei Siegen zuvor fehlten am Ende ein paar Körner – und die letzte Konsequenz in den entscheidenden Momenten.
Dabei begann die Partie ganz nach dem Geschmack von VfL-Trainer Niels Bötel. „Wir haben sehr gut angefangen“, sagte Bötel nach der Auswärtsreise nach Rumänien. Oldenburg agierte mutig, spielte konzentriert und setzte den Favoriten zunächst spürbar unter Druck. So erarbeiteten sich die Oldenburgerinnen einen 7:3-Vorsprung nach zehn Minuten – und zwang Bukarest zu einer frühen Auszeit. Der Knackpunkt folgte kurz vor der Pause. Hier verkürzten die Gastgeberinnen nicht nur, sondern drehten den VfL-Vorsprung in ein knappes 16:15 zur Halbzeit. „Das hat uns für den weiteren Verlauf ein wenig das Genick gebrochen, um einen Favoriten auch an den Rand einer Niederlage zu bringen“, konstatierte Bötel: „Wenn wir die Führung mit in die zweite Halbzeit nehmen, hätten wir es sicherlich bis zum Ende spannend machen können.“ Stattdessen ging Rapid mit einem knappen Vorsprung in die Kabine.
In der zweiten Halbzeit gelang es dem VfL zwar immer wieder, den Anschluss herzustellen, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. „Bukarest hat so die gesamte zweite Halbzeit immer einen Vorsprung gehabt“, stellte Bötel fest: „Wir sind zwar immer nochmal auf ein Tor rangekommen, dann sind uns aber technische Fehler unterlaufen. Die hat Bukarest dann genutzt“, so der Trainer.
Trotz der Niederlage zog Bötel ein insgesamt positives Fazit. „Grundsätzlich bin ich mit dem Spiel zufrieden“, sagte er und ergänzte: „Klar – wenn wir eine Effektivität wie gegen Bensheim gehabt hätten, dann wäre vielleicht auch mehr möglich gewesen.“ Gleichzeitig ordnete er die Partie aber noch einmal klar ein: „Man muss schon auch realistisch sein und nach einem dritten Spiel in der Woche, was wir so mit solch starken Gegnern und der wenigen Regenerationszeit durch die Reisen in der Vergangenheit nicht häufig gehabt haben.“
Nun richtet sich der Blick nach vorne. „Ich glaube, wir freuen uns jetzt alle darauf, wieder eine normale Woche zu haben und uns auf das Bundesliga-Spiel gegen Halle-Neustadt am Samstag vorbereiten zu können“, sagte Bötel. Die Partie gegen den SV Union Halle-Neustadt bestreiten die Oldenburgerinnen am Samstag, 31. Januar, um 18 Uhr. Nach drei Auswärtsspielen in Folge läuft der VfL dann auch wieder in der heimischen EWE-Arena auf.
CS Rapid Bukarest – VfL Oldenburg 34:30 (17:16)
VfL: Kohorst, Humpert – Borutta, Teiken (4), Reinemann, Martens, Steffen (3), Pfundstein (2), Granicka (7), Röpcke (3), Wolff (1), Korsten, Golla (2), Behrend (7), Fragge (1)
