Die Handballerinnen des VfL Oldenburg steckt mittendrin in einer Woche der anspruchsvollsten Wochen der Saison. Drei schwere Auswärtsspiele in kurzer Folge, dazwischen lange Reisen – und mittendrin ein richtungsweisendes Duell in der Handball-Bundesliga. Nach dem erfolgreichen Auftritt in der EHF European League in Norwegen wartet am Mittwoch (19 Uhr) mit der Partie bei der HSG Bensheim/Auerbach der nächste Härtetest, ehe am Wochenende bereits das nächste Europapokalspiel in Bukarest ansteht.
Der Bundesliga-Vergleich liegt dabei buchstäblich im Sandwich zwischen zwei internationalen Aufgaben. Für das Team von Trainer Niels Bötel bedeutet das eine enorme organisatorische und körperliche Herausforderung. „Alles in allem ist das schon eine große Belastung für eine Mannschaft voller Halbprofis“, betont der VfL-Coach mit Blick auf die Reisestrapazen der kommenden Tage.
Sportlich treffen die Oldenburgerinnen auf einen Gegner, der derzeit ganz oben mitmischt. Die HSG Bensheim/Auerbach rangiert als Tabellendritter in der Spitzengruppe der Liga. Das Hinspiel Mitte September endete aus Sicht des VfL mit einer 32:38-Niederlage. Dennoch spricht die langfristige Bundesliga-Bilanz klar für die Huntestädterinnen: 15 der bislang 23 Bundesliga-Duelle konnte Oldenburg für sich entscheiden.
Besondere Aufmerksamkeit wird die VfL-Abwehr vor allem auf Nina Engel richten müssen. Die Nationalspielerin und Vize-Weltmeisterin führt die Bundesliga-Torschützenliste an und hat in dieser Saison bereits 103 Treffer in elf Spielen erzielt. Neben ihr spielt auch Rückraumspielerin Mareike Thomaier eine Schlüsselrolle. Mit 40 Assists setzt sie ihre Mitspielerinnen immer wieder gekonnt in Szene und hat selbst schon 65 Tore erzielt. „Bensheim ist klar in der Favoritenrolle“, blickt Bötel auf das anstehende Duell in Südhessen.
Für den VfL wird es darauf ankommen, die Belastung der Auswärtsserie möglichst gut zu kompensieren und an die starke zweite Halbzeit aus dem Europapokalspiel in Bergen anzuknüpfen. „Wenn wir Bensheim ärgern wollen, müssen wir sehr diszipliniert verteidigen und unsere Chancen deutlich konsequenter nutzen“, fordert Bötel. Trotz der Favoritenrolle der Gastgeberinnen bietet die Partie an der Bergstraße die Chance, im Bundesliga-Alltag ein Ausrufezeichen zu setzen – bevor für den VfL Oldenburg die nächste internationale Aufgabe wartet.
