Revanche im Visier: VfL Oldenburg empfängt Göppingen zum Heimspiel

Nach dem Aus in der EHF European League richtet sich der volle Fokus bei den Handballerinnen des VfL Oldenburg nun auf die Bundesliga. Das nächste Heimspiel steht bereits an diesem Sonntag, 1. März, um 14.30 Uhr in der kleinen EWE Arena gegen Frisch Auf Göppingen auf dem Programm. Die Oldenburgerinnen haben dabei eine Revanche im Blick – auch wenn es erneut einige personelle Fragezeichen gibt.

„Ziel ist es – wie in den letzten Jahren auch – jedes Spiel zu gewinnen. Dann wäre sogar noch die Meisterschaft drin…“, sagt Trainer Niels Bötel mit einem Augenzwinkern mit Blick auf die anstehende heiße Phase in der Bundesliga – um sofort ernst nachzulegen: „Nein, aber ehrlich: Bei den Verletzungen aktuell geht es darum, dass wir in jedem Spiel versuchen, alles rauszuholen, was möglich ist. Wir wollen uns dazu weiterentwickeln. Und: Wenn man auf die Tabelle schaut, sieht man, dass da noch eine Menge drin ist.“ Dort belegen die Oldenburgerinnen aktuell Rang fünf (17:13 Punkte) – vier Zähler hinter dem Thüringer HC auf Platz vier, bei zwei Spielen weniger. Die Meister-Playoffs sind damit weiterhin in Reichweite.

Am Sonntag, 1. März, empfangen die VfL-Frauen bereits um 14.30 Uhr (aufgrund der TV-Übertragung von DF1) Frisch Auf Göppingen. Trotz der ungewohnten Anwurfzeit bauen die Oldenburgerinnen auf ihre Heimstärke – und auf die Unterstützung der Fans. Sechs Siege aus acht Heimspielen sprechen eine deutliche Sprache. Göppingen reist derweil als Tabellenachter (8:24 Punkte) an die Hunte und wartet im Jahr 2026 noch auf den ersten Sieg. Der letzte Erfolg gelang am 30. Dezember beim 33:28 gegen den TuS Metzingen. Seitdem folgten sechs Niederlagen und ein Remis – ein 32:32 gegen den Buxtehuder SV. Auffällig: Alle drei Saisonsiege feierte Göppingen in eigener Halle, auswärts gab es in acht Spielen nur einen Punkt – Ligatiefstwert.

Doch im Oldenburger Lager ist man gewarnt. Das Hinspiel ging mit 30:34 (16:18) verloren – eine Rechnung ist also noch offen. „Wir wollen uns jetzt die verlorenen Punkte aus dem Hinspiel zurückholen“, stellt Bötel klar. Für ihn ist die Tabellenlage der Gäste ohnehin trügerisch. „Für mich sind Göppingen und auch Zwickau zwei Teams, die eigentlich mehr Punkte haben müssten. Wenn man sieht, dass Göppingen erst drei Siege hat, dürften sie nicht zufrieden sein.“ Mit Blick auf den Kader der Schwäbinnen ergänzt er: „Rein von den Namen hat Göppingen mit einer Luisa Schulze, Lea Neubrander, Haruno Sasaki, Ann Kynast oder einer Celina Meißner im Tor Spielerinnen, die schon lange in der Bundesliga spielen – und deutlich mehr Qualität im Kader steckt, als die Tabelle vielleicht gerade aussagt.“

Nach der Europapokal-Woche soll nun auch in der Liga wieder Konstanz her. „Wir wollen jetzt zeigen, dass wir auch in der Liga mit einer Woche Pause ein gutes Spiel zeigen können“, fordert der VfL-Coach. Dabei bleibt die personelle Situation angespannt. „Mit der einen oder anderen Verletzten heißt es, dass wir wieder großen Fokus auf die Belastungssteuerung legen und die Aufgaben über die gesamten 60 Minuten gut verteilen müssen.“ Die Marschroute ist dennoch klar: Heimstärke ausspielen, Revanche nehmen – und den Druck auf die Top Vier erhöhen. Denn die nüchterne Erkenntnis von Coach Bötel gilt weiterhin: In dieser Bundesliga-Saison ist noch eine ganze Menge drin.