Der VfL Oldenburg treibt seine Kaderplanung weiter voran und setzt dabei auf zwei zentrale Säulen im Oldenburger Spiel: Nationalspielerin Jenny Behrend verlängert ihren Vertrag in der Huntestadt um zwei Jahre, Paulina Golla bleibt dem Bundesligisten sogar für drei weitere Jahre erhalten. Das verkündete der Verein im Vorfeld des Liga-Heimspiels gegen Frisch Auf Göppingen.
Paulina Golla: Langfristige Perspektive
Für Paulina Golla ist die Vertragsverlängerung eine bewusste Entscheidung für den eingeschlagenen Weg in Oldenburg. „Für mich passt hier alles richtig gut zusammen, wir haben eine großartige Entwicklung im gesamten Verein, es macht richtig Spaß vor den vielen Fans in der Halle zu spielen“, erklärt die 25-Jährige. „Wir haben zum ersten Mal in der Europapokal-Gruppenphase teilgenommen, was schon immer ein Traum von mir war. Die Entwicklung zeigt klar nach oben und ich bin froh und stolz, ein Teil davon sein zu können.“ Auch das Umfeld außerhalb des Spielfelds spielt für sie eine entscheidende Rolle: „In Kombination mit meinem Job passt es einfach super. Man kann schon sagen, dass das Gesamtpaket perfekt passt. Ich fühle mich in Oldenburg und beim VfL einfach Zuhause.“
Seit ihrem Wechsel 2021 hat Golla die Entwicklung des Vereins hautnah miterlebt – vom Abstiegskampf bis in die obere Tabellenregion. „Meine Zeit in Oldenburg habe ich super positiv erlebt. Klar gab es in meiner ersten Saison auch schwierige Zeiten, wo es gegen den Abstieg ging. Seitdem geht es aber eigentlich klar nach oben.“
Mit inzwischen sieben Bundesligasaisons bringt die Rückraumspielerin viel Erfahrung mit – und möchte künftig noch mehr Verantwortung übernehmen: „Für meine persönliche Zukunft habe ich mir vorgenommen, der Mannschaft genauso weiterzuhelfen wie ich es aktuell tue – egal auf welcher Position und in welcher Funktion. Dabei übernehme ich auch gerne mehr und mehr Verantwortung, gerade dadurch, dass Spielerinnen mit viel Verantwortung das Team verlassen. Das haben wir im Sommer auch wieder. Deshalb möchte ich noch mehr in meine Rolle hineinwachsen und gerne mehr Verantwortung übernehmen. An erster Stelle steht aber, der Mannschaft dort zu helfen, wo sie mich braucht – wo auch immer das gerade ist. Ich möchte die Mannschaft führen und zusammenhalten.“
Jenny Behrend: Nationalspielerin mit Vorbildfunktion
Auch Jenny Behrend hat sich bewusst für eine langfristige Zukunft in der Huntestadt entschieden. Nach ihrer Rückkehr im vergangenen Sommer übernimmt die 30-Jährige eine zentrale Rolle im Teamgefüge. „Ich bin gerade genau da, wo ich sein möchte. Der Verein hat sich in den letzten Jahren extrem positiv entwickelt und ist in vielen Bereichen deutlich professioneller geworden – das merkt man einfach jeden Tag. Für mich ist das hier jetzt eine neue Aufgabe, an der ich auch persönlich wachsen kann“, sagt die Nationalspielerin.
Ihre Rolle im Team sieht sie klar definiert: „Ich gehöre hier inzwischen zu den erfahreneren Spielerinnen und versuche, diese Rolle auch bewusst anzunehmen: junge Spielerinnen mitzunehmen, ihnen ein gutes Vorbild zu sein. Mir macht es Spaß, ihnen zu zeigen, was es braucht, um den nächsten Schritt zu gehen und vielleicht irgendwann ganz oben anzukommen.“ Dabei blickt Behrend auch auf ihre eigene Entwicklung: „Gleichzeitig sehe ich aber auch bei mir selbst noch viel Potenzial – sportlich wie persönlich. Ich kann und will mich weiterentwickeln, weiter dazulernen und an meinen Zielen arbeiten. Die tägliche Arbeit mit dem Team und dem Trainerteam macht mir unglaublich viel Freude, und genau dieses Gesamtpaket fühlt sich für mich im Moment einfach richtig an.“
Andreas Lampe: „Enorm wichtige Säulen“
Für Geschäftsführer Andreas Lampe sind die Vertragsverlängerungen von großer strategischer Bedeutung: „Paulina und Jenny sind für uns zwei enorm wichtige Säulen in der Mannschaft. Das gilt insbesondere für den Punkt Erfahrung, die sie auf und neben dem Platz einbringen. Deshalb freue ich mich sehr, dass sie dem VfL Oldenburg erhalten bleiben.“
Gerade bei Behrend hebt Lampe die Signalwirkung hervor: „Jenny geht als Nationalspielerin voran. Ich bin enorm stolz, dass sie sich für uns entschieden hat. Sie hatte sicherlich auch genug andere Möglichkeiten ab Sommer, geht aber bewusst den Weg mit dem VfL und weiß, welche Rolle sie da einnehmen muss. Sie soll als Führungsspielerin vorangehen, das erwarten wir von ihr. Wie sie sich einbringen kann, hat sie in der kurzen Zeit, in der sie wieder hier ist, bereits gezeigt. Es spricht sicherlich auch für die Arbeit der Trainer, dass sich solch eine Spielerin weiter für uns entscheidet.“
Auch bei Golla sieht der Geschäftsführer großes Potenzial: „Bei Paulina ist es genau das gleiche. Auch, wenn sie erst 25 Jahre alt ist, ist das schon ihre siebte Bundesligasaison. Sie hat schon viel erlebt, ist schon lange bei uns und ich freue mich enorm, dass wir gleich drei Jahre mit ihr weiter arbeiten können. Wir sind super zufrieden mit ihrer Arbeit, sie ist immer da, gibt immer Vollgas und ist für uns vorne wie hinten eine wichtige Spielerin, die wir sehr in unserem Kader schätzen. Deshalb bin ich sehr froh, dass Paulina bei uns auch noch weiter reifen kann – auch in der Persönlichkeit.“
