Heimspiel zum Hauptrunden-Abschluss: VfL will mit Rückenwind in die Playoffs

Letzter Akt der Hauptrunde: Für die Handballerinnen des VfL Oldenburg steht am Samstag (19 Uhr, kleine EWE-Arena) das Heimspiel gegen die TuS Metzingen auf dem Programm. Auch wenn die Platzierung bereits feststeht, wollen die Oldenburgerinnen zum Abschluss noch einmal ein Ausrufezeichen setzen.

Die Ausgangslage ist klar: Platz fünf steht bereits fest, sieben Punkte nimmt der VfL mit in die anschließende Playoff-Runde. Dennoch soll vor heimischer Kulisse noch einmal gepunktet werden – auch, um sich ein gutes Gefühl für die kommenden Aufgaben zu holen. Dabei spricht vieles dafür, dass die Oldenburgerinnen mit Selbstvertrauen in die Partie gehen. Zwar wartet der VfL seit fünf Spielen auf einen Sieg, doch der Trend zeigt nach oben: Drei Unentschieden sowie zuletzt eine engagierte Leistung bei der knappen Niederlage gegen Tabellenführer Borussia Dortmund belegen, dass die Mannschaft trotz personeller Rückschläge absolut konkurrenzfähig ist.

Bötel blickt ohnehin positiv auf den bisherigen Saisonverlauf: „Ich bin sehr zufrieden mit dieser Saison – vor allem, wenn man in den Saisonverlauf schaut und feststellt, dass wir ziemlich viel Pech hatten mit Verletzungen. Da ist der fünfte Platz eine großartige Leistung.“ Vor allem die Siege gegen gleich drei Teams aus der Spitzengruppe unterstreichen das Potenzial der Mannschaft: „Stark ist es, dass wir nicht nur die zwei Punkte geholt, sondern die Spiele auch dominiert und klar gewonnen haben.“

Gleichzeitig sieht der Coach auch, warum es am Ende nicht für einen Platz unter den Top vier gereicht hat: „Wir zweimal gegen die zum damaligen Zeitpunkt Tabellenletzten die Spiele nicht gewonnen. Deshalb wird es schwer, dass mehr möglich ist als Platz fünf.“ Die entscheidende Komponente sei Konstanz: „Um die Top4 anzugreifen, braucht es mehr Konstanz über solch eine Saison.“

Umso höher bewertet Bötel die Entwicklung seines jungen Teams, das im Sommer einen Umbruch verkraften musste und immer wieder mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatte: „Wir haben in der Hauptrunde Teams wie Neckarsulm und Metzingen hinter uns gelassen, die deutlich mehr Geld investieren können und in ihrem Kader auch international über mehr Erfahrung verfügen als wir.“ Gerade vor diesem Hintergrund sei die Leistung besonders hoch einzuschätzen: „Es freut mich riesig, dass die Mädels so große Schritte nach vorne gemacht haben.“

Für das Duell mit Metzingen gilt: Das Ergebnis steht nicht im alleinigen Fokus. „Das Ergebnis hintenraus ist uns egal. Es ändert ohnehin nichts an der Ausgangslage für die Finalrunde“, betont Bötel. Vielmehr soll die Partie genutzt werden, um weiter an Details zu arbeiten: „Wir wollen wieder ein paar Sachen über den Spielverlauf ausprobieren, um auch taktisch etwas mitzunehmen für die Finalrunde.“ Dass dabei durchaus auch ein Sieg herausspringen kann, hat das Spiel in Dortmund gezeigt. Bötel: „Wenn wir das umsetzen, was wir uns vornehmen, dann können wir definitiv gegen Metzingen gewinnen.“