Trotz 33:36-Niederlage: VfL Oldenburg verkauft sich stark in Dortmund

Die Handballerinnen des VfL Oldenburg haben sich bei Spitzenreiter Borussia Dortmund teuer verkauft, mussten sich am Ende aber mit 33:36 (14:19) geschlagen geben. Trotz eines weiterhin ersatzgeschwächten Kaders zeigte der Tabellenfünfte im vorletzten Spiel der Hauptrunde eine engagierte Leistung und brachte den Favoriten über weite Strecken in Bedrängnis.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung“, resümierte VfL-Trainer Niels Bötel nach der Partie. „Wir haben einen guten Start gehabt, aber es über das gesamte Spiel ordentlich gemacht.“ Tatsächlich erwischten die Oldenburgerinnen einen Traumstart. Mit aggressiver Defensive und schnellem Umschaltspiel setzten sie die Gastgeberinnen früh unter Druck und erspielten sich eine deutliche Führung. Dortmund wirkte zunächst überrascht, fand aber nach einer frühen Auszeit besser ins Spiel und übernahm zunehmend die Kontrolle.

Eine entscheidende Phase sah auch Bötel im Nachhinein als Knackpunkt: Nach dem 12:9 von Joanna Granicka vom Siebenmeterpunkt (19. Minute) kassierten die Huntestädterinnen sieben Gegentore in Folge (12:16/28.), ohne selbst erfolgreich zu sein. „Das hat uns ein bisschen das Genick gebrochen, weil es gegen einen Favoriten wie Dortmund dann kaum Gelegenheit gibt, noch einmal zurückzukommen“, Bötel. Doch der VfL gab sich nicht auf. Nach dem 14:19 zum Seitenwechsel kämpften sich die Oldenburgerinnen wieder heran und verkürzten zwischenzeitlich auf zwei Treffer. „In der zweiten Halbzeit sind wir dann sogar auf zwei Tore wieder herangekommen“, so Bötel. Die Chance auf eine noch spannendere Schlussphase war da – wurde aber nicht genutzt. „Dort haben wir dann aber erneut einen freien Wurf vergeben, dazu kam noch ein technischer Fehler. Danach hat es dann keine Chance mehr gegeben“, erklärte der Trainer. Insgesamt zog sich dieses Muster durch die Partie: „Letztlich war das auch das, was insgesamt das Problem war: die liegengelassenen freien Würfe und die technischen Fehler. Davon hat es wieder zu viele gegeben.“

Trotzdem überwog beim VfL-Coach das Positive. „Nichtsdestotrotz haben wir es gegen eine Top-Mannschaft der Liga wieder super gemacht“, betonte Bötel. „Die Niederlage geht so völlig in Ordnung.“ Mit der gezeigten Leistung konnte Oldenburg dennoch Selbstvertrauen für das letzte Hauptrundenspiel tanken. Am Samstag, 4. April, empfangen die VfL-Frauen 19 Uhr die TuS Metzingen.

 

Borussia Dortmund – VfL Oldenburg 36:33 (19:14)

VfL: Hempen, Humpert – Teiken (2), Martens, Behrend (5), Steffen (4), Pfundstein (4), Borutta (2), Reinemann (7/1), Granicka (6/1), Röpcke (3), Fragge, Friesen