EHF European League: Mit Rückenwind ins Rückspiel gegen Zürich

Nach zwei erfolgreichen Auswärtsfahrten innerhalb weniger Tage kehren die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg am Sonntag in die heimische EWE-Arena zurück. Um 16.30 Uhr empfängt die Mannschaft von Trainer Niels Bötel GC Amicitia Zürich zum Rückspiel in der zweiten Qualifikationsrunde der EHF European League. Nach dem deutlichen 31:22-Erfolg im Hinspiel besitzt der VfL eine hervorragende Ausgangsposition für den Einzug in die nächste Runde.

Neun Tore Vorsprung, Heimspiel und zuletzt vier Pflichtspielsiege in Serie: Vieles spricht vor dem Rückspiel gegen den Schweizer Meister für den VfL Oldenburg. Auf die leichte Schulter nehmen werden die Oldenburgerinnen die Aufgabe dennoch nicht. Zu deutlich hat das Hinspiel gezeigt, wie schnell eine Partie auch nach einer starken ersten Hälfte kippen kann.

„Wir müssen schauen, dass wir gut reinstarten. Gerade die zweite Halbzeit im Hinspiel hat gezeigt, dass wir das nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen“, sagt Trainer Niels Bötel. Nach dem deutlichen Erfolg in Zürich sieht er die Rollen dennoch klar verteilt. „Mit dem Hinspielergebnis gehen wir als Favorit rein und wollen dem auch gerecht werden.“

Ein entscheidender Faktor soll dabei erneut die Defensivarbeit werden. Schon im Hinspiel legte eine stabile Abwehr über weite Strecken die Grundlage dafür, dass Oldenburg ins Tempospiel kam und sich früh absetzen konnte. Ein ähnliches Bild zeigte sich am Mittwoch bei der HSG Bensheim/Auerbach. Vor allem in der ersten Halbzeit zwang der VfL die Gastgeberinnen immer wieder zu Fehlern und nutzte die Ballgewinne anschließend für schnelle und einfache Treffer.

Genau diese Mischung soll auch gegen Zürich wieder funktionieren: hinten kompakt und aufmerksam verteidigen, anschließend mit Tempo nach vorne spielen. Dabei will Oldenburg die Partie keineswegs nur verwalten. „Klar wollen wir auch das Spiel gewinnen“, betont Bötel. Gleichzeitig steht über allem der Einzug in die nächste Runde. Sollte die Gesamtrechnung im Verlauf der Partie bereits eindeutig sein, eröffnet das dem VfL auch andere Möglichkeiten. „Dann geht es nicht nur um den Sieg, sondern darum, weiterzukommen und auch Kräfte zu schonen oder ein paar Dinge zu testen.“

Dass die Mannschaft mit Selbstvertrauen auftreten kann, zeigen die vergangenen Wochen. Nach den Bundesliga-Siegen gegen Leipzig und Neckarsulm folgten der Erfolg in Zürich und am Mittwoch das 35:30 in Bensheim. Damit hat der VfL seine vergangenen vier Pflichtspiele allesamt gewonnen.

Gleichzeitig war die Belastung zuletzt hoch. Innerhalb weniger Tage führten zwei lange Auswärtsfahrten zunächst in die Schweiz und anschließend nach Südhessen. Umso willkommener ist nun die Rückkehr in die eigene Halle. Vor heimischem Publikum soll der Einzug in die nächste Runde der EHF European League perfekt gemacht werden. Anwurf ist am Sonntag um 16.30 Uhr in der kleinen EWE-Arena.