Der VfL Oldenburg bleibt auf Erfolgskurs. Nur wenige Tage nach dem Überraschungssieg in Norwegen bestätigten die Handballerinnen ihre starke Form auch in der Bundesliga und feierten einen deutlichen 41:29 (24:13)-Auswärtserfolg beim Tabellendritten HSG Bensheim/Auerbach. Mit nun 12:10 Punkten festigte das Team von Trainer Niels Bötel Tabellenplatz fünf – und zeigte dabei, dass selbst eine intensive Reisestrapazen-Woche kein Hindernis sein muss.
Schon früh wurde deutlich, dass die Oldenburgerinnen nicht gekommen waren, um Kräfte zu sparen. Mit hohem Tempo, großer Konsequenz im Abschluss und einer sehr aufmerksamen Abwehr erspielte sich der VfL früh die Kontrolle über die Partie. Trainer Niels Bötel sprach später davon, dass der Sieg „auch in der Höhe absolut verdient“ gewesen sei – eine Einschätzung, die auch der Gegner teilte. Besonders bemerkenswert: Trotz der 24 Treffer vor der Pause ließ Oldenburg noch weitere Chancen liegen, unter anderem vom Siebenmeterpunkt. „Dafür haben wir aus anderen Positionen sehr stark getroffen“, erklärte Bötel und sah seine Mannschaft folgerichtig deutlich in Führung.
Nach einer solchen ersten Hälfte bestehe immer die Gefahr, etwas nachzulassen, räumte der VfL-Coach ein. Doch genau das passierte nicht. Oldenburg blieb konzentriert, kämpfte bis zum Ende und reagierte auch auf taktische Umstellungen der Gastgeberinnen souverän. Vor allem gegen eine offensivere Abwehr fand der VfL immer wieder passende Lösungen. „Wir haben das richtig gut gemacht und bis zum Ende gefightet“, lobte Bötel sein Team.
Auffällig war zudem, wie frisch und wach die Oldenburgerinnen wirkten – trotz der langen Reisen der vergangenen Tage. Von Müdigkeit war nichts zu sehen. Bötel betonte, dass „kaum etwas von den Reisestrapazen zu spüren“ gewesen sei. Im Gegenteil: Gerade im Vergleich zum Spiel am Sonntag sei eine klare Weiterentwicklung erkennbar gewesen. Seine Mannschaft habe diesmal deutlich schneller auf Gegentore reagiert und sich rasch auf neue Situationen eingestellt.
Der Erfolg in Bensheim war damit mehr als nur ein weiterer Sieg. Er war ein Beleg für die Stabilität, die das Team inzwischen mehr und mehr erreicht hat. „Aus diesem Sieg können wir definitiv jede Menge für die nächsten Spiele mitnehmen“, so Bötel. Mit Rückenwind im Gepäck geht es für den VfL Oldenburg nun direkt weiter – die nächste Herausforderung wartet bereits am Wochenende auf internationalem Parkett. Am Samstag, 24. Januar, gastieren die Huntestädterinnen ab 16 Uhr bei Rapid Bukarest.
HSG Bensheim/Auerbach – VfL Oldenburg 29:41 (13:24)
VfL: Kohorst, Humpert – Teiken (4), Martens (3), Korsten (7), Behrend, Steffen (4), Pfundstein (4), Borutta, Reinemann (5), Granicka (6/2), Röpcke (3), Wolff (2), Golla, Fragge (1)
