Bitteres 31:35 – VfL Oldenburg unterliegt im Nord-Derby in Buxtehude

Der VfL Oldenburg hat das Nord-Derby beim Buxtehuder SV am Mittwochabend verloren. Beim zuvor sieglosen Tabellenletzten unterlagen die Oldenburgerinnen mit 31:35 (16:15). Ausschlaggebend war eine schwache Phase in der Mitte der zweiten Halbzeit, in der der VfL innerhalb weniger Minuten entscheidend ins Hintertreffen geriet.

Vor 1.121 Zuschauern in der Halle Nord entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie. Beide Teams taten sich in der Anfangsphase schwer, klare Chancen zu verwerten. Oldenburg fand etwas früher ins Spiel und konnte sich in der ersten Halbzeit leichte Vorteile erarbeiten. Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle und gingen mit einer knappen 16:15-Führung in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der VfL zunächst konzentriert. Treffer von Toni Reinemann und Joanna Granicka sorgten für die erste Drei-Tore-Führung des Spiels (18:15, 32. Minute). Oldenburg behauptete den Vorsprung bis zum 21:18, verlor anschließend jedoch völlig den Rhythmus.

Zwischen der 36. und 44. Minute leistete sich der VfL einen folgenschweren Einbruch. Ballverluste, überhastete Abschlüsse und fehlende Konsequenz in der Defensive ermöglichten Buxtehude einen 8:0-Lauf, der die Partie drehte. Aus einer Führung wurde binnen weniger Minuten ein 21:26-Rückstand, von dem sich Oldenburg nicht mehr erholte.

Zwar versuchteuger versuchten die Oldenburgerinnen, nochmals heranzukommen, doch die Hypothek aus dieser Schwächephase wog zu schwer. Buxtehude nutzte die Fehler konsequent, spielte den Vorsprung souverän herunter und feierte am Ende den ersten Saisonsieg.

Joanna Granicka und Toni Reinemann waren mit jeweils sieben Treffern die erfolgreichsten Werferinnen des VfL. Dennoch blieb die Erkenntnis, dass gegen einen emotional aufspielenden Gegner zu viele einfache Fehler gemacht wurden.

„Buxtehude hat verdient gewonnen. Wir waren in dieser Phase nicht clever genug und haben ihnen zu viele einfache Tore ermöglicht“, sagte Toni Reinemann nach der Partie. „Mit so einer Leistung gewinnt man kein Bundesligaspiel.“

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nicht: Bereits am Sonntag (18 Uhr) wartet die nächste Herausforderung. In der European League empfängt der VfL Oldenburg Rapid Bukarest in der kleinen EWE-Arena – mit dem klaren Ziel, eine Reaktion zu zeigen und wieder in die Spur zu finden.

Buxtehuder SV – VfL Oldenburg 35:31 (15:16)

VfL: Kohorst, Humpert – Teiken (1), Martens (1), Korsten (1), Behrend (2), Steffen (3), Pfundstein (1), Borutta (5), Reinemann (7/1), Granicka (7/5), Golla (3), Oetjen