Schwere Auswärtsaufgabe in Blomberg: VfL startet in Hauptrunden-Endspurt

Der Endspurt in der Hauptrunde der Frauen-Bundesliga hat es für den VfL Oldenburg in sich: Gleich vier Spiele stehen in den kommenden zwei Wochen an – und direkt zum Auftakt wartet eine echte Spitzenmannschaft. Am Samstag (17 Uhr) gastiert der Tabellenfünfte beim Zweiten, der HSG Blomberg-Lippe.

Die Gastgeberinnen spielen bislang eine herausragende Saison und haben sich mit 30:4 Punkten frühzeitig auf Kurs Richtung Meister-Playoffs gebracht. National musste sich das Team nur zweimal geschlagen geben – einmal davon im Hinspiel gegen Oldenburg. In der kleinen EWE Arena setzte sich der VfL damals mit 30:26 durch und zeigte dabei eine seiner stärksten Saisonleistungen. Entsprechend groß dürfte nun die Motivation der Blombergerinnen sein, sich vor heimischer Kulisse zu revanchieren – zumal sie zuletzt auch im Pokal-Halbfinale gegen Borussia Dortmund unterlagen.

Für den VfL geht es derweil darum, im Kampf um eine möglichst gute Ausgangsposition für die Playoffs weiter zu punkten. Aktuell rangiert das Team auf Platz fünf. „Diesen Platz wollen wir natürlich halten“, sagt Oldenburgs Cheftrainer Niels Bötel. Mit Blick nach oben ist sogar noch Rang vier in Reichweite. Klar ist aber auch: Das Restprogramm hat es in sich. „Das ist sicherlich eine große Herausforderung“, weiß auch Bötel.

Das gilt insbesondere auch, wenn man auf die personelle Situation in der Huntestadt blickt. Seit dem Jahreswechsel haben die Oldenburgerinnen trotz Doppelbelastung von Liga und Europapokal insbesondere im Rückraum aufgrund von Verletzungen nur wenige Varianten zur Verfügung. Auch, wenn der Fokus mittlerweile ausschließlich auf der Bundesliga liegt – verbessert hat sich die Situation nicht, im Gegenteil. So wurde die Verletztenliste, trotz der zuletzt 14-tägigen Wettkampfpause, eher länger als kürzer. „Wir werden den Kader in den nächsten Spielen wieder mit Talenten au dem Juniorteam auffüllen“, kündigt der VfL-Coach bereits an.

Dennoch reist der VfL nicht chancenlos nach Ostwestfalen. Der Erfolg aus dem Hinspiel dient als Beleg, dass Oldenburg auch gegen Topteams bestehen kann. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, trotz der personellen Situation erneut eine geschlossene Mannschaftsleistung auf die Platte zu bringen. „Blomberg ist klarer Favorit und wird alles daran setzen, zu Hause den Sieg zu holen“, weiß Bötel: „Wir wollen versuchen, das Spiel möglichst lange offenzuhalten und schauen, ob sich dann vielleicht eine Chance ergibt.

Klar ist: Mit Blick auf die Tabelle könnte bereits ein weiterer Sieg aus den verbleibenden vier Partien reichen, um die Konkurrenz auf Distanz zu halten. Mit einer Überraschung am Samstag könnte man dieses Ziel bereits erreichen. Ansonsten stehen noch drei weitere Möglichkeiten auf Punkte in den nächsten Tagen auf dem Plan.