Bitterer Formfehler: VfL Oldenburg verliert nachträglich Punkt

Der VfL Oldenburg muss in der Handball-Bundesliga Frauen einen nachträglichen Punktabzug hinnehmen. Das ursprünglich erzielte 25:25-Unentschieden beim BSV Sachsen Zwickau am vergangenen Mittwoch wird im Nachgang mit 0:2 Punkten und 0:0 Toren aus Sicht der Huntestädterinnen gewertet. Das gilt auch für die Partie gegen die HSG Blomberg-Lippe, gegen die man 21:30 unterlag. Die Begegnung wird ebenfalls mit 2:0 Punkten sowie 0:0 Toren gegen den VfL gewertet.

Grund für die Entscheidung ist der Einsatz einer nichtspielberechtigten Spielerin auf Seiten des VfL Oldenburg. Die Ursache liegt dabei in einer formalen Unvollständigkeit im Zuge einer aktualisierten Antidoping-Vereinbarung. „Wir mussten aufgrund einer Änderung in der Antidoping-Vereinbarung von allen Spielerinnen, die in der Bundesliga eingesetzt werden sollen, eine neue Vereinbarung unterschreiben lassen“, erklärt Andreas Lampe, Geschäftsführer des VfL Oldenburg: „Diese haben wir vorsorglich nicht nur von der Profimannschaft, sondern auch vom gesamten Juniorteam eingeholt. Leider fehlte bei der Einreichung genau ein Formular – das von Melanie Fragge.“ Aufgrund vieler Verletzungen im Oldenburger Kader kam Fragge in den Bundesligaspielen in Blomberg und Zwickau zum Einsatz, ohne dabei die neue Vereinbarung unterschrieben zu haben – und somit, ohne zu diesem Zeitpunkt über eine gültige Spielberechtigung zu verfügen.

„Ich übernehme die volle Verantwortung für diesen Fehler, der mir in meiner Position so nicht unterlaufen darf“, betont Lampe: „Wir werden unsere internen Prozesse in der Geschäftsstelle entsprechend anpassen, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholt.“ Sportlich hat der Punktabzug keine Auswirkungen auf die Platzierung des VfL Oldenburg. Der Verein wird die Hauptrunde unabhängig des Zwickau-Ergebnisses sicher auf dem fünften Tabellenplatz abschließen. Bereits vor den abschließenden Hauptrunden-Begegnungen gegen Borussia Dortmund (Mittwoch) und TuS Metzingen (Samstag) sind die Huntestädterinnen nicht mehr zu verdrängen – zu groß ist der Vorsprung zur Konkurrenz.