Mit einer Niederlage haben sich die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg aus der Hauptrunde verabschiedet. In der heimischen EWE Arena musste sich das Team von Trainer Niels Bötel gegen die TuS Metzingen mit 30:37 (19:21) geschlagen geben. Auf Tabellenplatz fünf wird man nun in die Playoffs um Rang 5 bis 11 gehen.
Die Enttäuschung war spürbar – auf dem Feld wie auf den Rängen. Auch im letzten Spiel der Hauptrunde musste sich der VfL Oldenburg geschlagen geben. Gegen den TuS Metzingen setzte es vor heimischer Kulisse eine 30:37-Niederlage – die sechste Partie in Folge ohne Sieg. Dabei hatte sich das Team von Trainer Niels Bötel viel vorgenommen. Vor voller Halle wollte man mit einem positiven Gefühl in die bevorstehenden Playoffs gehen. Stattdessen offenbarte die Partie erneut die Probleme der vergangenen Wochen: zu viele technische Fehler und eine angespannte Personalsituation, nun auch gepaart mit Schwächen im Defensivverhalten.
Die Oldenburgerinnen starteten engagiert in die Begegnung, agierten mit Tempospiel sowie variablen Abwehrformationen. Zwischenzeitlich gelang es, Metzingen vor Probleme zu stellen und die Partie offen zu gestalten. Doch schon in der ersten Halbzeit zeigte sich ein bekanntes Muster: Trotz guter Chancen fehlte die Genauigkeit im Abschluss, während die Gäste ihre Möglichkeiten konsequent nutzten.
Mit einem knappen Rückstand ging es in die Pause – ein Spielstand, der durchaus Hoffnung ließ. Doch: Nach dem Seitenwechsel verlor der VfL zunehmend den Zugriff. Unkonzentriertheiten im Angriff, verworfene Strafwürfe und mehrere Zeitstrafen brachten das Team aus dem Rhythmus. Metzingen nutzte diese Phase eiskalt aus und setzte sich entscheidend ab. Besonders schmerzhaft: In der Defensive fehlte es an Abstimmung und Aggressivität. Die neu einstudierten Abläufe griffen noch nicht, Lücken taten sich auf, die der Gegner konsequent bestrafte. Trotz kämpferischer Schlussphase gelang es nicht mehr, die Partie zu drehen.
Nach Abpfiff überwog die Enttäuschung, doch zugleich auch die klare Analyse. Die Mannschaft weiß um ihre Baustellen – und um ihre Möglichkeiten. Die Fehlerquote müsse deutlich reduziert werden, insbesondere im Umschaltspiel und in der Rückwärtsbewegung. Auch wenn das Ende der Hauptrunde nicht wie erhofft verlief, bleibt die Ausgangslage vielversprechend: Als Tabellenfünfter startet der VfL mit einer guten Position in die Playoff-Runde. Dort werden die Karten neu gemischt – und genau darauf richtet sich nun der Fokus.
VfL Oldenburg – TuS Metzingen 30:37 (19:21)
VfL: Hempen, Winters – Borutta (4), Teiken (1), Reinemann (3/1), Genz, Martens, Steffen (6), Pfundstein (3), Granicka (8/2), Röpcke (2), Golla (1/1), Behrend (1), Fragge (1).
