Starker Schlussspurt sichert VfL Oldenburg Punkt im Nord-Derby gegen Buxtehude

Mit großer Moral haben sich die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg im Nordderby beim Buxtehuder SV ein 28:28 (12:14) erkämpft. Wie schon eine Woche zuvor zeigte das Team von Trainer Niels Bötel vor allem in der Schlussphase seine Comeback-Qualitäten – diesmal reichte es immerhin noch zu einem Punktgewinn.

Dabei liefen die Oldenburgerinnen über nahezu die gesamte Spielzeit einem Rückstand hinterher. „Wir haben über 60 Minuten hintengelegen, immer wieder mit zwei, drei Toren“, ordnete Außenspielerin Jenny Behrend die Partie treffend ein. Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start und hielten das Spiel lange unter Kontrolle, während der VfL immer wieder an eigenen Fehlern scheiterte.

Auch zur Halbzeit lag Oldenburg mit zwei Treffern zurück, und im zweiten Durchgang änderte sich zunächst wenig. Buxtehude nutzte die Unsicherheiten der Gäste konsequent aus und setzte sich zwischenzeitlich auf vier Tore ab. „Wir haben heute nicht unser bestes Spiel gezeigt“, sagte Behrend selbstkritisch und verwies vor allem auf „zu viele einfache technische Fehler“, die den Spielfluss immer wieder hemmten.

Als der VfL dreieinhalb Minuten vor dem Ende mit 24:28 zurücklag, schien die Partie bereits entschieden. Doch wie schon am vergangenen Wochenende, als Oldenburg gegen SV Union Halle-Neustadt die Begegnung erst in der Schlussphase drehte, startete das Team erneut eine Aufholjagd.

Die taktischen Umstellungen griffen, der Druck wurde erhöht – und plötzlich kippte das Spiel. Während Buxtehude kein Treffer mehr gelang, kämpfte sich Oldenburg Tor um Tor heran. „Hintenraus war es definitiv ein gewonnener Punkt“, betonte Behrend, die mit der Schlusssirene selbst den Ausgleich erzielte. Beste Werferin auf Seiten des VfL war Joanna Granicka mit fünf Treffern.

Trotz des Happy Ends blieb ein gemischtes Gefühl: „Wir machen uns das Leben selber schwer. Daran müssen wir unbedingt arbeiten, dass wir nicht nur die letzten zehn Minuten Vollgas geben“, so Behrend. Gleichzeitig zeigte sie sich kämpferisch: „Ich bin aber auch stolz auf mein Team, dass wir auswärts am Ende doch noch einen Punkt mitnehmen.“

Am kommenden Samstag (18 Uhr) steht für den VfL das nächste Heimspiel an: In der kleinen EWE-Arena ist dann Frisch Auf Göppingen zu Gast.

Buxtehuder SV – VfL Oldenburg 28:28 (14:12)

VfL: Winters, Humpert – Teiken (4), Genz, Martens, Behrend (4), Steffen (4), Pfundstein (3), Borutta (1), Reinemann (3), Granicka (5/5), Röpcke (2), Golla (2), Fragge