Nächster Schritt Richtung Platz fünf: VfL Oldenburg bezwingt Zwickau

Der VfL Oldenburg hat in den Bundesliga-Playoffs den nächsten wichtigen Schritt Richtung Platz fünf gemacht. Die Handballerinnen von Trainer Niels Bötel setzten sich am Mittwochabend beim BSV Sachsen Zwickau souverän mit 37:30 (19:15) durch und bleiben damit in der Playoff-Runde um die Plätze fünf bis elf weiterhin ungeschlagen.

Mit nun 12:1 Punkten bauten die Oldenburgerinnen ihre Tabellenführung weiter aus und haben es am Samstag in der heimischen kleinen EWE Arena selbst in der Hand, den fünften Tabellenplatz endgültig abzusichern. Im direkten Duell gegen Verfolger TuS Metzingen könnte der VfL bereits den entscheidenden Schritt machen. Ein Sieg würde nicht nur Platz fünf garantieren, sondern auch das Startrecht in der European League sowie einen direkten Viertelfinalplatz im DHB-Pokal inklusive Heimrecht sichern.

In Zwickau zeigte der VfL über weite Strecken eine dominante Leistung. Bereits in der ersten Halbzeit erspielten sich die Gäste eine Vier-Tore-Führung und kontrollierten auch nach dem Seitenwechsel das Geschehen. Besonders offensiv präsentierte sich Oldenburg erneut äußerst effektiv. Beste Werferinnen waren Marie Steffen mit neun Treffern sowie Toni Reinemann mit sieben Toren. Trainer Niels Bötel zeigte sich nach der Partie entsprechend zufrieden: „Mit der Leistung am Mittwoch bin ich sehr zufrieden. Wir haben das richtig gut gemacht, haben über 60 Minuten gezeigt, dass wir die bessere Mannschaft sind und das Team sind, das um Platz fünf fightet.“ Besondere Aufmerksamkeit galt auch den beiden Torhüterinnen Alexandra Humpert und Lilly Janssen. Humpert, die im Sommer nach Zwickau wechseln wird, zeigte mit insgesamt 14 Paraden eine starke Leistung gegen ihren zukünftigen Club. Auf der Gegenseite wusste auch Lilly Janssen zu überzeugen. Die derzeit an den BSV ausgeliehene Torhüterin kehrt im Sommer zurück nach Oldenburg und parierte neun Würfe ihrer zukünftigen Teamkolleginnen.

Im zweiten Durchgang setzte sich Oldenburg zwischenzeitlich bis auf acht Tore ab und ließ den Gastgeberinnen kaum noch Hoffnung auf eine Aufholjagd. Vor allem in der Defensive arbeitete der VfL konzentriert und profitierte immer wieder von starken Paraden im Tor. Sorgen bereitet allerdings die Situation um Toni-Luisa Reinemann. Die Rückraumspielerin verletzte sich im Spielverlauf an der Schulter. „Toni ist auf die Schulter gefallen. Da ist für Samstag noch ein großes Fragezeichen“, erklärte Bötel mit Blick auf das richtungsweisende Heimspiel gegen Metzingen.

Dort kann der VfL am Samstag ab 18 Uhr in der kleinen EWE-Arrena nun eine starke Saison krönen und sich mit Platz fünf sowie dem möglichen Einzug in den europäischen Wettbewerb belohnen.

BSV Sachsen Zwickau – VfL Oldenburg 30:37 (15:19)

VfL: Winters, Humpert – Teiken (1), Genz, Martens, Behrend (2), Janssen, Steffen (9), Borutta (5), Reinemann (7), Granicka (5/1), Röpcke (3), Golla (1), Fragge (3/2), Oetjen (1)