Matchball für Platz fünf: VfL Oldenburg empfängt TuS Metzingen

Vor dem letzten Heimspiel der Saison 2025/26 wartet auf die Handballerinnen des VfL Oldenburg noch einmal ein echtes Schlüsselspiel. Am Samstag um 16.30 Uhr empfängt das Team von Trainer Niels Bötel den TuS Metzingen in der kleinen EWE Arena – und könnte mit einem Heimsieg Platz fünf in der Bundesliga-Playoffrunde sowie die Qualifikation für die European League perfekt machen.

Die Ausgangslage verspricht Hochspannung: Zwei Spieltage vor Schluss führt der VfL Oldenburg die Playoff-Tabelle der Plätze fünf bis elf mit 14:1 Punkten an und liegt damit drei Zähler vor Verfolger Metzingen (11:2). Mit einem Erfolg würden die Huntestädterinnen uneinholbar davonziehen und sich vorzeitig Rang fünf sichern. Sollte Metzingen gewinnen, würde der Vorsprung auf nur noch einen Punkt schrumpfen – und der VfL müsste im abschließenden Spiel in Neckarsulm nachlegen.

Nach schwierigen Wochen zum Ende der Hauptrunde präsentiert sich Oldenburg aktuell jedoch in bestechender Form. In den Playoffs blieb der VfL bislang ungeschlagen und feierte Siege gegen Halle-Neustadt (35:33), Göppingen (42:32) und zuletzt Sachsen Zwickau (37:30). Lediglich beim 28:28 gegen den Buxtehuder SV mussten die Oldenburgerinnen Punkte abgeben.

Trainer Niels Bötel blickt entsprechend positiv auf die entscheidende Phase der Saison: „Wir gehen in das Spiel rein wie in alle anderen auch. Ich bin super gestimmt, wie wir bisher die Playoffs gespielt haben. Auch, wenn wir unsere Schwierigkeiten gehabt haben gegen Halle oder Buxtehude zum Start der Playoffs. Da haben wir uns letztlich gut aus der Affäre gezogen und uns unsere Punkte geholt.“

Mit dem TuS Metzingen wartet nun allerdings wohl der stärkste Gegner der gesamten Playoffrunde. Bereits vor dem Start der Entscheidungsrunde hatte Bötel die Metzingerinnen als Topfavoriten im Kampf um Platz fünf bezeichnet. Zwar leistete sich Metzingen überraschend eine Heimniederlage gegen Göppingen (29:33), dennoch zählt das Team aus Baden-Württemberg weiterhin zu den qualitativ stärksten Mannschaften der Liga. „Es geht jetzt zum Playoff-Abschluss gegen die beiden vermeintlich stärksten Mannschaften. Metzingen war für mich Favorit auf Platz fünf, da sie aus vollem Kader schöpfen können. Sie sind die qualitativ stärkste Mannschaft. Es erwartet uns ein harter Kampf“, erklärt Bötel. Fraglich ist derzeit noch der Einsatz von Rückraumspielerin Toni-Luisa Reinemann, die sich beim Sieg in Zwickau an der Schulter verletzte. Eine endgültige Entscheidung soll erst kurzfristig fallen. „Wir werden erst am Sonntag eine Entscheidung treffen, ob sie spielen kann. Bis dahin werden wir in den Trainingseinheiten Herangehensweisen erarbeiten, wie wir auch ohne sie das Spiel bestreiten können“, so der VfL-Coach.

Wenn der VfL Oldenburg den Schwung und das Selbstvertrauen aus den vergangenen Playoff-Spielen mit in die Partie nehmen kann, könnte es am Samstagabend am Ende zur großen Feier in der kleinen EWE Arena kommen. Mit einem Heimsieg hätten die Oldenburgerinnen Platz fünf und damit die mögliche Qualifikation für die European League vorzeitig perfekt gemacht – und würden eine starke Saison gemeinsam mit ihren Fans mit einem echten Highlight krönen.