28:24 – VfL Oldenburg holt in Leipzig den ersten Saisonsieg

Der VfL Oldenburg hat im dritten Saisonspiel den ersten Bundesliga-Sieg eingefahren. Beim Aufsteiger HC Leipzig setzte sich die Mannschaft von Trainer Niels Bötel mit 28:24 (17:10) durch. Den Grundstein legten die Oldenburgerinnen mit einer starken ersten Halbzeit – und bewiesen nach der Pause, dass sie auch in einer schwierigeren Phase die Kontrolle behalten können. Großen Anteil daran hatte Torhüterin Madita Kohorst mit starken 17 Paraden.

Nach dem Remis und der Niederlage aus den ersten beiden Saisonspielen wollte der VfL Oldenburg gegen den HC Leipzig unbedingt erstmals doppelt punkten. Zwar erzielten die Gastgeberinnen den ersten Treffer der Partie, anschließend übernahm Oldenburg aber zunehmend das Kommando. Aus einer stabilen Deckung heraus gelangen immer wieder Ballgewinne und schnelle Angriffe. Ein entscheidender Faktor war bereits im ersten Durchgang Madita Kohorst. Die VfL-Torhüterin entschärfte zahlreiche Leipziger Abschlüsse und gab ihrer Mannschaft damit die Sicherheit, sich Schritt für Schritt abzusetzen. Bis zur Pause wuchs der Vorsprung auf sieben Treffer an – mit einem komfortablen 17:10 ging es in die Kabinen.

Doch Leipzig kam mit deutlich mehr Druck aus der Pause. Die Gastgeberinnen verkürzten schnell auf 13:17 und brachten mit ihrer Aufholjagd auch die Halle wieder ins Spiel. Genau diese Phase wertete Bötel im Nachhinein als besonders wichtig. „Ich bin fast noch zufriedener damit, wie wir die zweite Halbzeit gespielt haben“, sagte der VfL-Trainer. Bei einer deutlichen Pausenführung komme es darauf an, ruhig zu bleiben, wenn sich der Gegner noch einmal aufbäume. Das gelang den Oldenburgerinnen. Auch als Leipzig den Rückstand verkürzte und einzelne Entscheidungen zusätzlich Unruhe hätten bringen können, verlor der VfL nicht die Kontrolle. „Leipzig war nie so richtig dran, um das Spiel zu kippen. Auch als sie einen Lauf hatten und die Halle gekommen ist, sind wir ruhig geblieben“, so Bötel.

Wieder war es vor allem die Defensive, die den Gästen Halt gab. Kohorst setzte ihre starke Vorstellung fort und entschärfte auch in der zweiten Halbzeit wichtige Würfe. Besonders wertvoll war eine Siebenmeter-Parade in der Schlussphase, als Leipzig noch einmal die Chance hatte, den Abstand weiter zu verkürzen. Am Ende stand für die Torhüterin eine Paradenquote von 41,5 Prozent. Offensiv konnten sich die Oldenburgerinnen auf mehrere Spielerinnen verlassen. Jenny Behrend war mit sieben Treffern beste VfL-Werferin, Julika Birnkammer steuerte sechs Tore bei. Auch in der Schlussphase fanden die Gäste immer wieder die passende Antwort und brachten den Vorsprung letztlich souverän über die Zeit. „Klar ist es stark, dass wir uns in der ersten Halbzeit eine solche Führung erarbeiten. Umso wichtiger ist aber, dass wir in solchen Situationen die Partie im Griff behalten und sie nicht mehr aus der Hand geben“, erklärte Bötel. „Das ist uns dank einer stabilen Abwehr und einer starken Madita Kohorst im Tor gelungen.“

Mit dem 28:24-Erfolg steht der VfL Oldenburg nach drei Spieltagen nun bei 3:3 Punkten und Tabellenplatz sieben. Den Schwung aus dem ersten Saisonsieg können die Huntestädtderinnen direkt mitnehmen: Bereits am Mittwoch steht in der heimischen EWE-Arena ab 19 Uhr das nächste Bundesligaspiel gegen die Sport-Union Neckarsulm auf dem Programm.

 

HC Leipzig – VfL Oldenburg 24:28 (10:17)

VfL: Janßen, Kohorst – Teiken (3), Birnkammer (6), Warren, Behrend (7), Ingenpaß (2), Reinemann (3/1), Müller, Granicka (1), Oetjen, Wolff (2), Munderloh, Golla (4), Fragge