EHF European League: VfL Oldenburg legt bei Hinspiel in Zürich vor

Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg haben sich in der Qualifikation zur EHF European League eine starke Ausgangslage für das Zweitrunden-Rückspiel erarbeitet. Beim Schweizer Meister GC Amicitia Zürich setzte sich die Mannschaft von Trainer Niels Bötel am Sonntagnachmittag mit 31:22 (18:11) durch. Nach einer starken ersten Halbzeit geriet der VfL nach dem Seitenwechsel kurzzeitig unter Druck, fand anschließend aber wieder zu seinem Spiel zurück.

Es war ein Auftritt mit unterschiedlichsten Phasen – und am Ende doch mit einem klaren Ergebnis. Oldenburg dominierte die erste Halbzeit, brachte sich nach der Pause durch eigene Fehler noch einmal selbst in Bedrängnis und zog in der Schlussphase wieder davon. Aus einem komfortablen 18:11 zur Halbzeit wurde zwischenzeitlich nur noch ein 18:16. Doch genau in diesem Moment fand der VfL zurück in die Partie. Zuvor hatte Oldenburg das Geschehen über weite Strecken bestimmt. Nach ausgeglichenem Beginn setzte sich die Mannschaft zunehmend ab, profitierte von einer stabilen Defensive und kam immer wieder über das Tempospiel zu einfachen Treffern. Besonders deutlich wurde das Mitte der ersten Halbzeit: Aus einem 8:6 machte der VfL mit sechs Toren in Serie ein 14:6. Zürich versuchte, mit einer zusätzlichen Feldspielerin neue Lösungen zu finden, doch Oldenburg blieb zunächst konsequent. Vorne machte allen voran Lana Teiken auf  sich aufmerksam. Die Linksaußen war im gesamten Spiel die auffälligste Oldenburger Werferin und kam am Ende auf elf Treffer.

Trotz der deutlichen 18:11-Führung zur Pause war die Partie noch nicht entschieden. Nach dem Seitenwechsel verlor der VfL seinen Rhythmus. Technische Fehler, ungenutzte Chancen und ein stärker werdendes Zürich sorgten dafür, dass die Gastgeberinnen Tor um Tor verkürzten. Fast zehn Minuten blieb Oldenburg ohne eigenen Treffer. Aus sieben Toren Vorsprung wurden plötzlich nur noch zwei. Erst beim 19:16 gelang Toni Reinemann in der 40. Minute der erste Treffer des VfL nach der Pause – ein enorm wichtiges Tor. Denn: Im Anschluss übernahmen die Hunestädterinnen wieder mehr und mehr das Kommando. Einen entscheidenden Anteil daran hatte Lilly Janssen. Die Torhüterin übernahm im zweiten Durchgang und entwickelte sich zum wichtigen Rückhalt. Immer wieder scheiterte Zürich an ihr, wodurch auch die Oldenburger Defensive wieder mehr Sicherheit gewann. Der VfL stabilisierte sich und setzte sich erneut ab. Vom 19:16 ging es über 22:17 auf 24:17. Zürich kam zwar noch einmal auf 24:19 heran, näher ließ Oldenburg die Gastgeberinnen aber nicht mehr kommen. In der Schlussphase spielte der VfL die Partie konsequent zu Ende. Am Ende stand ein deutliches 31:22.

Mit dem Neun-Tore-Vorsprung hat sich Oldenburg eine sehr gute Ausgangsposition für das Rückspiel geschaffen. Dieses findet am Sonntag, 11. Oktober, um 16.30 Uhr in der kleinen EWE-Arena statt. Dort will der VfL den Vorsprung verteidigen und den Einzug in die nächste Qualifikationsrunde perfekt machen. Zwei Runden muss Oldenburg überstehen, um erneut die Gruppenphase der EHF European League zu erreichen.

 

GC Amicitia Zürich – VfL Oldenburg 22:31 (11:18)

VfL: Janßen, Kohorst – Teiken (11), Reinemann (4), Birnkammer (2), Müller (1), Schmidt, Janssen, Granicka (4), Oetjen, Wolff (4), Munderloh, Golla (2), Behrend (3), Fragge