VfL Oldenburg gewinnt Nordderby in Buxtehude und festigt Tabellenplatz vier

Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg haben ihre Erfolgsserie fortgesetzt und auch das Nordderby beim Buxtehuder SV für sich entschieden. Vor mehr  als 1.300 Zuschauern in der Halle Nord setzte sich die Mannschaft von Trainer Niels Bötel mit 27:24 (13:11) durch und feierte damit den ersten Auswärtssieg in Buxtehude seit fast vier Jahren. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase übernahmen die Oldenburgerinnen zunehmend die Kontrolle, bauten ihren Vorsprung aus und behielten auch in einer umkämpften Schlussphase die Nerven.

Die Spannung war fünf Minuten vor dem Ende plötzlich wieder zurück. Über weite Strecken der zweiten Halbzeit hatte der VfL Oldenburg das Geschehen beim Buxtehuder SV kontrolliert und zwischenzeitlich bereits mit fünf Toren geführt. Doch die Gastgeberinnen gaben sich im 67. Nordderby nicht geschlagen. Angetrieben von ihren Fans in der Halle Nord kämpfte sich Buxtehude noch einmal heran und verkürzte auf 21:23 (55.). Die Partie drohte in der Schlussphase noch einmal zu kippen. Doch die Oldenburgerinnen fanden im entscheidenden Moment die richtigen Antworten. Mit vier Treffern innerhalb weniger Minuten sorgten Julika Birnkammer, Annika Ingenpaß, Toni Reinemann und Lara Müller dafür, dass der VfL die beiden Punkte am Ende sicher mit nach Oldenburg nehmen konnte.

Dabei waren die Vorzeichen vor dem Derby alles andere als einfach gewesen. Mit Laurentia Wolff, Emma Bächtiger und Ariane Pfundstein musste Bötel gleich auf drei Spielerinnen verzichten. Dennoch wollten die Oldenburgerinnen nach der Länderspielpause dort weitermachen, wo sie zuvor aufgehört hatten. Mit dem überraschenden 33:29-Erfolg gegen Tabellenführer Borussia Dortmund hatte sich der VfL vor der Unterbrechung eindrucksvoll in die Spitzengruppe der Liga gespielt. In Buxtehude wartete nun allerdings eine Mannschaft, die den Oldenburgerinnen in den vergangenen Jahren auswärts regelmäßig Schwierigkeiten bereitet hatte. Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Begegnung, in der sich beide Teams wenig Raum zur Entfaltung ließen. Die Anfangsphase verlief völlig ausgeglichen (8:8, 18. Minute), ehe es den Gästen gelang, sich erstmals abzusetzen. Während Buxtehude zunehmend Probleme mit der beweglichen Oldenburger Defensive hatte, nutzte der VfL die Fehler der Gastgeberinnen konsequenter aus. Nach sieben torlosen Minuten des BSV führte Oldenburg mit 11:8 (23.). Ganz abschütteln ließen sich die Gastgeberinnen allerdings nicht, sodass es mit einer knappen 13:11-Führung für den VfL in die Halbzeitpause ging.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Oldenburgerinnen zunehmend die Kontrolle. Angeführt von einer starken Madita Kohorst im Tor und einer konsequent agierenden Defensive gelang es dem VfL, den Vorsprung kontinuierlich auszubauen. Im Angriff setzte insbesondere Toni Reinemann wichtige Akzente, während auch Jenny Behrend und Lara Müller immer wieder erfolgreich abschlossen. Beim 22:17 (45.) lagen die Gäste erstmals mit fünf Treffern vorne. Doch Buxtehude gab sich nicht geschlagen. Während sich bei Oldenburg zunehmend Fehler ins Angriffsspiel einschlichen, kämpften sich die Gastgeberinnen noch einmal heran und verkürzten auf 21:23 (55.). In dieser kritischen Phase bewies der VfL jedoch die nötige Abgeklärtheit. Eine Zeitstrafe gegen Buxtehudes Carina Senel nutzten die Oldenburgerinnen konsequent aus und sorgten mit drei Treffern in Folge zum 27:22 für die endgültige Entscheidung. Die letzten beiden Tore der Gastgeberinnen waren nur noch Ergebniskosmetik.

Mit dem Erfolg in Buxtehude untermauert der VfL Oldenburg seine starke Form und behauptet sich mit 11:3 Punkten weiter auf dem vierten Tabellenplatz. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt der Mannschaft von Niels Bötel allerdings nicht. Bereits am Mittwoch, 4. November, steht die nächste Bundesliga-Aufgabe auf dem Programm. Um 19 Uhr gastieren die Oldenburgerinnen beim SV Union Halle-Neustadt.

Buxtehuder SV – VfL Oldenburg 24:27 (11:13)

VfL Oldenburg: Janßen, Kohorst – Teiken, Birnkammer (3), Behrend (5), Ingenpaß, Reinemann (7/4), Müller (6), Granicka (2), Oetjen, Munderloh, Golla, Fragge.