VIERTE beendet ausgeglichenes Spiel gegen TuRa Marienhafe mit 26:26

F. Hassing hält in Schlusssekunde Punkt fest

Den Verantwortlichen der VIERTEN war schon vor dem Spiel klar, dass es gegen TuRa Marienhafe am letzten Sonntag (20.11.2016) ein hartes Stück Arbeit werden würde um am Ende siegreich aus der Robert-Schumann-Halle gehen zu können. Aufgrund der Erkenntnisse aus der Vergangenheit sollten die Marienhafenerinnen keinesfalls unterschätzt und ihre zahlreichen Kreuzbewegungen im Rückraum früh unterbrochen werden. Dies gelang leider nicht vollständig.

Das Spiel begann mit nervösen und überhasteten Aktionen auf beiden Seiten; zahlreiche techni-sche Fehler waren die Folge. Eine der ersten Unterbrechungen eines Spielzuges der TuRa führte dann in der 3. Min. gleich zum Siebenmeter gegen die VIERTE. M. Janssen ließ sich auf Seiten der TuRa diese Chance zum ersten Führungstor nicht nehmen. Dieses Tor wirkte auf die VIERTE wie ein Weckruf. Das schnelle und kämpferisch vorgetragene Spiel der TuRa wurde aufgenommen und dagegen gehalten. Jetzt auch mit dem Erfolg in der eigenen Vorwärtsbewegung durch N. Bürmann, D. Wessel und K. Birken zum Zwischenstand von 3:1 in der 5. Min.. Dann profitierte TuRa wieder von den präzise vorgetragenen Auslösehandlungen und der Abschlusssicherheit von M. Schwitters. Sie warf zunächst den Anschlusstreffer und I. Adena glich nur kurze Zeit später auf 3:3 aus. In der Folgezeit entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel, mal führte die VIERTE, dann wieder TuRa – keine Mannschaft konnte sich so richtig absetzen. Die Abwehrreihen auf bei-den Seiten wurden immer sicherer und die dahinter agierenden Torfrauen auf Seiten der VIERTEN, F. Hassing, sowie auf Seiten von TuRa, I. Fink, konnten sich mehrfach auszeichnen. Auf Oldenburger Seite wusste in dieser Phase S. Reershemius mehrfach als sichere Siebenmeter-Schützin zu überzeugen. Folgerichtig wurden die Seiten zur Halbzeit mit einem Remis (11:11) ge-wechselt.

Leider brachte die Halbzeitpause für die VIERTE nicht die angestrebte Beruhigung des Spiels und die Konzentration auf ausgewählte Auslösehandlungen zurück. Annähernd das Gegenteil war zu-nächst der Fall. TuRa agierte mit Tempo und unbändigem Willen sich durch die Abwehrreihe der VIERTEN zu kämpfen. Eine der Abwehraktionen im vorgezogenen Abwehrbereich sah etwas un-glücklich aus; die Aktion hatte sofort eine 2-Minuten-Strafe gegen die VIERTE zur Folge. Diese Überzahlsituation wusste TuRa für sich zu nutzen. M. Schwitters „schlug“ in diesem Zeitraum gleich dreifach zu und brachte damit Marienhafe mit 11:14 in Führung (33. Min.). Eine Auszeit der VIERTEN brachte kurzzeitig eine Verbesserung des Abwehr- und Angriffsspiels der VIERTEN; bis zur 37. Min. gelang es den Anschlusstreffer zum 14:15 zu erzielen. Trotz regelmäßig erzielter ei-gener Tore lief die VIERTE in dieser Spielphase ständig einem Rückstand hinterher. Über einen längeren Zeitraum hatte sich dieser auf drei Tore eingependelt (39.: 14:17; 42.: 15:18; 43.: 16:19), ehe dann S. Reershemius mit einem verwandelten Siebenmeter sowie N. Bürmann mit einem „Doppelschlag“ wieder ein ausgeglichenes Ergebnis (20:20) herstellten.

Nach weiteren Toren von S. Kiel, N. Bürmann und C. Fuchs sah es so aus, als wenn das Spiel gedreht werden könnte. Bei nur einem Gegentreffer wuchs der Vorsprung der VIERTEN in dieser Phase bis zum 24:21 (54. Min.) an. Wer nun glaubte, das Spiel sei jetzt zugunsten der VIERTEN vorentschieden, hatte nicht mit dem Kampfgeist der TuRa aus Marienhafe und dem in dieser Pha-se ungeduldigen Spiel der VIERTEN in der Vorwärtsbewegung gerechnet. In der Abwehr agierte die VIERTE kurzzeitig zu sorglos, ließ Anspiele an den Kreis zu, missachtete von der TuRa gesetzte Sperren und in der Vorwärtsbewegung wollte nun nahezu jede Spielerin ihren Beitrag zum Sieg leisten – leider oftmals mit zu wenig vorbereiteten Aktionen und zu geringem Druck auf die Schnittstellen. Als Folge holte TuRa auf, kam immer näher und erzielte in der 58. Min. den An-schlusstreffer zum 26:25. Nun war Ruhe und Abgeklärtheit im eigenen Angriff gefordert, doch was in den Vorwochen gelang, gelang dieses Mal der VIERTEN vor heimischem Publikum nicht. Die letzten Angriffe wurden etwas zu hektisch und überhastet vorgetragen, TuRa kam wiederholt und zu einfach in Ballbesitz. Den vorletzten Angriff nutzte dann TuRa über ein Anspiel an die Kreismitte zum Ausgleichstreffer. Fans, Trainer und Mannschaft hofften nun auf den finalen Treffer nach ei-nem letzten erfolgreichen Angriff der VIERTEN, doch der letzte VfL-Torwurf wurde abgewehrt. Somit hatte TuRa nun ihrerseits noch eine Tempogegenstoßchance und den VfLern stockte der Atem, denn der lange Pass fiel der Angreiferin unmittelbar vor der Sechs-Meter-Linie in die Hände. Zum Glück konnte sie den Ball nicht mehr richtig kontrollieren und nur noch einen „Lupfer“ anset-zen. Die der Angreiferin entgegen gekommene F. Hassing im Tor der VIERTEN streckte sich und konnte den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen abwehren; unmittelbar danach wurde das Spiel abgepfiffen, das 26:26-Remis war „gerettet“.

So konnte man es sehen, hier und da machte sich denn auch Erleichterung breit und die Freude über die Schlussszene war riesig, aber auch eine gewisse Enttäuschung konnte die Mannschaft nicht verbergen. In jedem Fall war es bis zur Schlusssekunde eine spannende Partie.

VfL Oldenburg IV: F. Hassing (bis 30. und 41. bis 60. Min.: 20 Paraden), J. Andresen (30. bis 41. Min.: 1 Parade); - K. Birken (2), A.-L. Boekelmann, N. Bürmann (7), L. Fehrcke, C. Fuchs (3), S. Kiel (3, dav. 2 SM), H. Koutonou, S. Reershemius (5, dav. 4 SM), J. Specht (1) und D. Wessel (5, dav. 1 SM).

Spielverlauf aus Sicht der VIERTEN als Heimmannschaft:
0:1 (3.), 1:1 (4.), 3:1 (5.), 3:2 (6.), 3:3 (7.), 5:5 (11.), 7:7 (19.), 8:7 (20.), 8:9 (23.), 10:11 (28.), 11:11 (30.);
11:12 (32.), 11:14 (33.), 12:15 (36.), 15:18 (42.), 18:19 (45.), 20:20 (46.), 21:20 (49.), 21:21 (49.), 24:21 (54.), 25:22 (56.), 25:24 (57.), 26:24 (57.), 26:25 (58.), 26:26 (59.).

Schon am kommenden Sonntag (27.11.2016) hat die VIERTE die Gelegenheit wieder einen doppelten Punktgewinn in der Rebenstraße zu erringen. Dann wird der derzeitige direkte Verfolger, die HSG Harpstedt / Wildeshausen, dort um 16:00 Uhr zu Gast sein. Es waren zuletzt für die VIER-TE häufig enge Spiele; damit ist beim Spiel des Tabellenzweiten gegen den Tabellendritten unter Umständen auch wieder zu rechnen. Für Spannung könnte also wieder gesorgt sein.

 

Text: Die VIERTE