Starke Leistung trotz Niederlage

Dass die Mannschaft von Trainer Niels Bötel ein anderes Gesicht zeigen wollte, darum ging es beim Auswärtsspiel in Leverkusen und was das Team bot war eine unglaubliche Teamleistung, die am Ende leider nicht belohnt wurde. Die Zuschauer in der Ostermann-Arena sahen nicht nur einen wahren Handballkrimi, sondern auch eine von Anfang an hart und aggressiv kämpfende VfL Mannschaft, die den Gastgebern einiges abverlangten. Die Grün-Weißen starteten mit einem Tor von Kathrin Pichlmeier in die Partie (0:1(01:13)), worauf die Gastgeber durch Anna Seidel direkt eine Antwort gaben (1:1(01:59)).  Es folgte ein intensiver Schlagabtausch, bis es den Werkselfen in der 5. Spiel Minute durch Zivile Jurgutyte gelang, in Führung zu gehen (4:3(05:03)). Diese wollten aber auch die Oldenburger und ließen nicht locker. Die Anstrengungen wurden in der 13. Minute nach einem Timeout der Leverkusener durch Helena Mikkelsen belohnt (6:7(12:56)). Nun verlief es Schlag auf Schlag. Keines der Teams gelang es sich abzusetzen. So ging es man mit einem Halbzeitstand von 13:13 in die Pause. Wieder war es Kathrin Pichlmeier, die zu Beginn der zweiten Hälfte mit der Führung für den VfL deutlich machte, dass man nicht gewillt war, nachzulassen (13:14(30:33)). Sie war mit 11 Toren die beste Werferin des Abends. Im Anschluss an diese Aktion musste sie mit einer Zeitstrafe vom Platz, der resultierende 7 Meterwurf wurde von Joana Rhode für den TSV verwandelt (16:16(36:30)). Anna Seidel brachte Leverkusen wieder in Position (17:16(37:47)). Nach einem Tor von Helena Mikkelsen (18:18(39:45)) und einer Parade von Julia Renner konnte Jane Martens  den VfL wieder in eine bessere Ausgangslage bringen (18:19(44:07)). Kathrin Pichlmeier setzte mit dem 19:21(46:33) einen weiteren Akzent im hart umkämpften Spiel. Die Gastgeber waren aber noch nicht am Ende ihrer Kräfte. Auf einen erfolgreichen 7 Meter-Wurf von Joana Rhode (20:21(47:33)) folgten 2 weitere Tore von Zivile Jurgutyte (21:21(50:04)) und Anna Seidel zum 22:21(51:27). Kathrin Pichlmeier gab die Antwort (22:22(51:27)). Die Intensität des Spieles erhöhte sich jetzt, Helena Mikkelsen musste mit einer Zeitstrafe auf der VfL-Bank Platz nehmen, Joana Rhode durfte erneut für den TSV an die 7 Meter-Linie, konnte ihren Wurf aber nicht unterbringen. Was aber Myrhte Schoenaker gelang, die damit die 22:23(53:51) Führung erzielte. Durch zwei aufeinander folgende Treffer von Zivile Jurgutyte lagen die die Leverkusener jetzt aber wieder vorne (24:23(55:09)). Die Oldenburger stemmten sich dagegen. Nach einem Tor von Marie Steffen (24:24(56:59)) konnte das Handballteam des VfL mit dem 24:25(58:18) durch Kathrin Pichlmeier noch einmal die Führung an sich reißen. In der letzten Spielminute war es dann der TSV, der durch Svenja Huber und einen erfolgreichen 7 Meter-Wurf ausgleichen konnte (25:25(59:21)). Den Gastgebern gelang es, schlussendlich 15 Sekunden vor Ende der Begegnung durch den letzten Treffer des Spieles, geworfen von Zivile Jurgutyte, die Punkte in Leverkusen zu behalten (26:25(59:45)). Ein klasse Auftritt der jüngsten Handballmannschaft der Liga, die heute jeder Menge Bundesligaerfahrung gegenüberstand. Das findet auch der Trainer Niels Bötel: „Wir haben uns heute leider nicht für die starke Leistung belohnen können. Wir haben aber wieder zu unserem Abwehrspiel gefunden und Leverkusen zu Fehlern gezwungen. Das Team hat auf das letzte Spiel reagiert und das wollten wir sehen. Wir können viel Positives aus diesem Spiel mitnehmen.“

Tore für den VfL: Kathrin Pichlmeier 11, Myrthe Schoenaker 5, Helena Mikkelsen 4, Toni-Luisa Reinemann 1, Jane Martens 1, Marie Steffens 1, Jenny Behrend 1, Malene Staal 1

Joel Matuschiak, Presseverantwortlicher VfL Oldenburg GmbH.