Trotz guter Leistung: VfL verliert in Thüringen

Erzielte gegen den THC zwei Tore: Marie Steffen (Foto: Thorsten Helmerichs)

Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg haben ihr Auswärtsspiel beim Thüringer HC verloren. Trotz einer couragierten Vorstellung, in der man sich auf Augenhöhe mit den Gastgeberinnen präsentierte, musste sich die Mannschaft am Sonntagnachmittag mit 22:27 (11:14) geschlagen geben. Beste Werferinnen im VfL-Dress waren Merle Carstensen (6 Tore) und Toni Reinemann (5).

Wie von Trainer Niels Bötel vor der Partie gefordert, versuchten die VfL-Frauen in der Offensive zunächst geduldig ihre Chancen zu suchen und Lücken in die THC-Abwehr zu reißen. Der Plan ging zunächst auf. Mit einer auffälligen Toni Reinemann – die zwei Treffer in den ersten zehn Minuten beisteuerte – blieben die Oldenburgerinnen bis zum 5:5 (13. Minute) in Schlagdistanz. Nach einem Tempogegenstoß und einem Wurf aus dem Rückraum sah sich die Bötel-Sieben aber erstmals einem Drei-Tore-Rückstand gegenüber (16.), der auch zur Halbzeitpause auf der Anzeigentafel stand (11:14). Dabei hatte der VfL zwischenzeitlich zum 11:11 ausgeglichen. „Wir haben in dieser Phase zu viele Fehler gemacht und Thüringen damit leichte Tore ermöglicht“, sagte Coach Bötel im Anschluss an die Partie. „Das war auch ein wenig ausschlaggebend für die zweite Halbzeit.“

Denn: Wirklich dichter heran kamen die Huntestädterinnen auch im zweiten Abschnitt nicht mehr heran – trotz einiger Möglichkeiten. So sorgte Julia Renner mit ihren Paraden ein ums andere Mal für Oldenburger Ballbesitz, den ihre Mitspielerinnen aber zu selten nutzen konnten. „Wir sind einfach nicht dichter herangekommen. Und das macht dann eben den Unterschied, ob man den Favoriten so richtig ärgern kann“, sagte Bötel, dessen Team für die letzten zehn Minuten zumindest in Lauerstellung blieb (19:22). Mehr war aber nicht mehr drin. In der Deckung agierte Thüringen in der Schlussphase unheimlich aggressiv. Für Oldenburg ließen sich kaum Lücken finden – auch wenn man versuchte, das Tempo noch einmal zu erhöhen. Mit dem Schlusspfiff erhöhte der Thüringer HC auf 27:22. „Ich denke, trotz der verdienten Niederlage, haben wir heute eine gute Leistung gezeigt“, resümierte Niels Bötel. „Wir stehen schon die gesamte Saison als Mannschaft zusammen und kämpfen. Das gefällt mir unheimlich gut.“

Nun gilt es, den Blick schnell nach vorne zu richten. Bereits am Mittwoch, 3. März, 19.30 Uhr, wartet im Heimspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe die nächste schwere Aufgabe auf den VfL Oldenburg.

Thüringer HC – VfL Oldenburg 27:22 (11:14)

VfL: Julia Renner, Nele Reese – Lisa Marie Fragge (1), Lana Teiken (3), Toni-Luisa Reinemann (5), Natacha Buhl, Marloes Hoitzing (2), Jane Martens, Marie Steffen (2), Merle Carstensen (6/2), Jenny Behrend (2), Luisa Knippert (1)