Knappe Niederlage im Nord-Derby

Sie ist zu Ende, bevor sie eigentlich so richtig begonnen hatte: Nach zwei Siegen in Folge haben die Frauen des VfL Oldenburg in der Handball-Bundesliga wieder verloren – und die Fortsetzung ihrer kleinen Siegesserie verpasst. Im Nord-Derby beim Buxtehuder SV unterlagen die Huntestädterinnen nach einer spannenden Schlussphase 24:25 (10:10). Beste Torschützin war Merle Carstensen mit elf Treffern.

24:24 stand es, als Oldenburgs Trainer Niels Bötel 54 Sekunden vor dem Ende noch einmal Auszeit nahm, um seinen Spielerinnen die letzten Anweisungen für die Schlussphase im so engen Nord-Derby zu geben. Die Uhr tickte, die Huntestädterinnen, in den letzten eineinhalb Minuten in Unterzahl, suchten nach der passenden Lücke. Doch die fanden sie nicht. Stattdessen erkämpfte sich Buxtehude den Ball. Annika Lott machte es besser und netzte aus der zweiten Reihe ein – mit dem Ertönen der Schlusssirene.

Nach einem harten Kampf mussten die Oldenburgerinnen damit ohne Zählbares die Rückreise antreten. Dabei hatte der VfL viel dafür getan, das Feld am Ende als Sieger zu verlassen. Nach einem sehr zerfahrenen Spiel in den ersten 30 Minuten, gelangen mit dem Seitenwechsel mehr Aktionen. Oldenburg ging zwar gleich zu Beginn mit 2:0 in Führung, höher fiel diese im ersten Abschnitt aber nicht aus. Stattdessen hielten die Gastgeberinnen die Begegnung offen. „Wir sind ganz gut gestartet“, fand VfL-Trainer Niels Bötel. „Nach dem 2:0 haben beide Seiten aber eine ziemlich ungenaue Chancenverwertung gezeigt.“

Nach dem Wiederanpfiff präsentierte sich Oldenburg zunächst cleverer. 36 Minuten standen auf der Uhr, da sorgte Jenny Behrend für das 15:12. Zehn Zeigerumdrehungen später war dieser Vorsprung aber wieder aufgebraucht, stattdessen lag der BSV in Front (19:18). Das Bötel-Team fing sich in dieser Phase zu viele schnelle Gegentore, schaffte es aber, sich in der Schlussphase wieder zu stabilisieren. „Im Großen und Ganzen haben wir in der Abwehr aber ordentlich gestanden“, resümierte Bötel. In der Schlussphase war es stattdessen die Cleverness im Angriff, die in zu vielen Aktionen fehlte. Auch, weil Bötel nach dem kurzfristigen Ausfall von Kathrin Pichlmeier, die nach einer Überbelastung des Knies sicherheitshalber geschont wurde, wieder einmal kaum Alternativen auf der Bank hatte. „Ich denke wir können einige positive Dinge aus der Partie ziehen“, so Bötel. Auch wenn es am Ende nicht zu einem Punktgewinn reichte.

Mit dem soll es am nächsten Wochenende wieder klappen. Am Sonntag, 17. Januar, empfängt der VfL Oldenburg um 16.30 Uhr den TSV Bayer 04 Leverkusen in der kleinen EWE-Arena.

Buxtehuder SV – VfL Oldenburg 25:24 (10:10)

VfL: Julia Renner, Nele Reese – Lisa Marie Fragge, Lana Teiken, Toni-Luisa Reinemann (1), Natacha Buhl, Marloes Hoitzing (1), Jane Martens (2), Marie Steffen (3), Merle Carstensen (11/6), Jenny Behrend (4), Luisa Knippert (2)

 

Sönke Spille, Presseverantwortlicher VfL Oldenburg GmbH