Vertrag verlängert: Kathrin Pichlmeier bleibt beim VfL

Verlängert ihren Vertrag beim VfL: Kathrin Pichlmeier (Foto: Thorsten Helmerichs)

Es waren keine leichten Tage, die Kathrin Pichlmeier, Bundesliga-Handballerin des VfL Oldenburg, in der vergangenen Woche erlebt hat. Nicht nur, dass sie ihrem Team nicht auf dem Spielfeld helfen konnte, sie musste auch eine Entscheidung für ihre handballerische Zukunft treffen. Ihr im Sommer auslaufender Vertrag in der Huntestadt hatte nicht nur den VfL, sondern auch einige Bundesligakonkurrenten auf den Plan gerufen, die ihre Fühler nach der 24-Jährigen ausstreckten – und die Entscheidung damit nicht wirklich einfacher machten. Doch Kathrin Pichlmeier hat sich entschieden. Gegen einen Wechsel – und für eine Zukunft beim VfL Oldenburg.

„Da war eine Woche lang ganz viel Dampf im Kopf“, gesteht Kathrin Pichlmeier. „Ich habe schon einige wichtige Entscheidungen getroffen, aber die hatte es wirklich in sich.“ Bei der Entscheidungsfindung hatte sich die Rückraumspielerin am Ende auf zwei Vereine beschränkt – einer davon war der VfL. „Für mich war immer klar, dass der VfL dazugehört, weil ich mich hier unglaublich wohl fühle“, sagt Pichlmeier. Nach vielen Gesprächen mit ihrem engsten Freundes- und Familienkreis sei dann die Entscheidung für Oldenburg gefallen. „Ich wusste von Anfang an, dass ich zu 100 Prozent hinter der Entscheidung stehen werde, die ich treffe, und damit bin ich jetzt auch sehr zufrieden.“

Den Ausschlag für den Verbleib habe am Ende des Gesamtpaket gegeben. „Ich habe hier beim VfL eine tolle Rolle, trage viel Verantwortung, werde um Rat gefragt und in Entscheidungen einbezogen. Und ein Gesicht des VfL-Projektes zu sein, und das Team zu führen, ist eine großartige Aufgabe“, sagt sie. „Man muss manchmal nicht nur auf die eigene Entwicklung schauen, sondern – und deshalb liebe ich den Mannschaftssport auch – wie man ein Team voranbringen kann.“ Auch wenn ihre persönliche Entwicklung in einem anderen Verein vielleicht schneller vorangegangen wäre, beim VfL sieht Pichlmeier für sich ebenfalls noch großes Entwicklungspotenzial. „Ich bin hier längst nicht am Ende und kann noch sehr viel lernen.“

Erstes Ziel sei es, ihre handballerische Rolle zu bestätigen und Konstanz in die eigene Leistung zu bekommen. „Ich denke das ist mir in dieser Saison schon ganz gut gelungen“, sagt die gebürtige Hannoveranerin, die sich nach vier Jahren bei der HSG Blomberg-Lippe 2019 dem VfL angeschlossen hat. „Es hat mir von Beginn an Spaß gemacht, das Projekt hier in Oldenburg mitzugestalten“, erzählt sie. 71 Tore in zwölf Spiele hat Pichlmeier in der laufenden Spielzeit erzielt und ist eine wichtige Stütze im Innenblock. „Die gute Platzierung in der Torschützenliste und die Nominierungen ins Team der Woche sind natürlich eine tolle Anerkennung“, sagt die 1,81 Meter große Handballerin. „Wichtiger ist mir aber, dass wir als Mannschaft am Ende ein Tor mehr werfen als der Gegner.“

Dieses Motto soll nun auch für die zwei weiteren Jahre im VfL-Trikot gelten. „Jeder ist für das Team wichtig und gemeinsam sammeln wir Erfahrung. Wir dürfen nicht aufhören, gierig zu sein und die Stärke jeder einzelnen Spielerin, zur Waffe zu machen. Dann werden wir sehen, dass auch weiterhin in jedem Spiel etwas möglich ist.“

Die Aussagen dürften auch ganz nach dem Geschmack von Trainer Niels Bötel sein, der Kathrin Pichlmeier auf ihrem bisherigen Weg in Oldenburg begleitet hat – und sich nun auf die weitere Zusammenarbeit freut. „Von ihren ersten Schritten bis jetzt hat man einen riesigen Sprung gesehen“, sagt er. „Sie ist eine Persönlichkeit, die die Mannschaft führen kann. Ich bin froh, dass sie bei uns bleibt und ich sie weiter trainieren darf.“

 

Sönke Spille, Presseverantwortlicher VfL Oldenburg GmbH