Partie in Mainz läutet Saisonendspurt ein

Tritt mit dem VfL in Mainz an: Luisa Knippert (Foto: Thorsten Helmerichs)

Nach drei Wochen Pause biegen die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg an diesem Wochenende auf die Zielgerade der Saison ein. Fünf Spiele – darunter drei Begegnungen in eigener Halle – stehen für das Team von Trainer Niels Bötel noch im Terminkalender. Zum Auftakt des Restprogramms treten die VfL-Frauen am Samstag, 24. April, 16 Uhr, beim FSV Mainz 05 an.

Die drei Wochen ohne Spiel konnte Oldenburgs Trainer Niels Bötel etwas beruhigter angehen. Schließlich hatte sich seine Mannschaft vor der Pause den 24:23-Sieg bei den Kurpfalz Bären zwar mühevoll erkämpfen müssen, damit aber frühzeitig den Klassenerhalt perfekt gemacht. „Die Erleichterung ist natürlich groß, dass wir auch den rechnerischen Klassenerhalt so früh geschafft haben. Wir können jetzt befreit aufspielen“, sagt Bötel.

Doch könnte nicht gerade darin die Gefahr liegen, die Saison auf dem Feld eher ausklingen zu lassen? Davon möchte der VfL-Coach nichts wissen – schließlich richtet sich sein Blick bereits auf die kommende Spielzeit. „Wir haben zur nächsten Saison nicht so viele Wechsel. Das gibt uns die Möglichkeit, bereits jetzt die eine oder andere Formation auszuprobieren“, verrät Bötel. Unter anderem dankt er dabei an ein variableres Spiel im Angriff und der Abwehr. „Wir haben ein paar Dinge, die wir uns nicht direkt für den Gegner vornehmen, sondern wollen uns auf unser Spiel konzentrieren. Wir wollen uns weiterentwickeln, um in der nächsten Saison den nächsten Schritt zu machen.“

Für dieses Vorhaben steht Niels Bötel wieder einmal nur ein ausgedünnter Kader zur Verfügung. Mit Marie Steffen und Jane Martens fallen gleich zwei Spielerinnen für den Saisonendspurt verletzungsbedingt aus. Steffen zog sich im Training eine Sprunggelenksverletzung zu, Martens muss sich einer Schulter-Operation unterziehen. Für Niels Bötel sind die Ausfälle dabei keine neue Situation. „Meine Mannschaft hat immer wieder gezeigt, dass sie im Stande ist, Lücken zu schließen. Das werden wir auch jetzt wieder versuchen“, ist der Trainer zuversichtlich. Und: Mit Natacha Buhl und der bis Saisonende ins Bundesligateam berufene Laura Kannegießer stehen schon zwei Alternativen parat.

Sie müssen sich am Samstag zunächst einmal gegen Mainz beweisen. Der FSV wartet seit zwölf Spielen auf seinen dritten Saisonsieg und steht bereits als Absteiger fest. „Ich vermute, dass es wie gegen Ketsch schwer wird, sich auf sie einzustellen“, vermutet der VfL-Trainer, der in der Analyse ein Team mit viel Tempo und taktischen Variationen, wie einer siebten Feldspielerin, gesehen hat. Den Fokus – das betont Niels Bötel – legen die Oldenburgerinnen aber ganz auf sich: „Wir wollen uns weiterentwickeln – und, neben dem Mainz-Spiel, insbesondere gegen Mannschaften wie Buxtehude oder Leverkusen versuchen, den einen oder anderen Punkt zu holen.“

 

Sönke Spille, Presseverantwortlicher VfL Oldenburg GmbH