Unterschiedliche Halbzeiten bei Sieg in Mainz

Erzielte in Mainz vier Tore: Jenny Behrend (Foto: Thorsten Helmerichs)

Auch wenn die komfortable Halbzeitführung noch einmal schmolz, war es am Ende ein souveräner Sieg: Handball-Bundesligist VfL Oldenburg hat sein Auswärtsspiel beim FSV Mainz 05 mit 29:24 (18:10) gewonnen. Gegen die bereits abgestiegenen Gastgeberinnen erlebte Trainer Niels Bötel zwei unterschiedliche Halbzeiten seiner Spielerinnen – am Ende feierte der VfL aber seinen 13. Saisonsieg – und glich das Punktekonto (26:26) aus.

Rund lief es besonders in Abschnitt eins. Von Beginn an gaben die Huntestädterinnen den Ton an, führten nach einem Treffer von Lana Teiken, die unter der Woche ihren ersten Profivertrag unterschrieben hat, mit 6:3 (11. Minute). Bis zur Halbzeitpause baute das Team von Trainer Bötel – auch dank Toren aus der zweiten Welle – den Vorsprung noch weiter aus. Kathrin Pichlmeier erzielte mit der Halbzeitsirene das 18:10.

Im zweiten Durchgang lief es dann nicht mehr ganz nach Plan. Die Gastgeberinnen kamen dichter heran, Oldenburg tat sich insbesondere in der 5:1-Deckung immer schwerer. „In der ersten Halbzeit waren wir noch frisch. Je länger das Spiel gedauert hat, haben wir nicht mehr den letzten Schritt gemacht“, analysierte Bötel, der die abschließenden Begegnungen nutzen möchte, um sein Team weiterzuentwickeln. „Wir haben diese Saison super in der 6:0-Abwehr gedeckt, waren aber nicht so flexibel, um auf 5:1 umzustellen. Daran wollen wir noch weiterarbeiten.“

Der FSV war im zweiten Abschnitt immer wieder mit Gegenstößen erfolgreich. „Mainz hat in der zweiten Halbzeit deutlich schneller gespielt und ist so noch einmal herangekommen“, berichtete Niels Bötel. Fünf Minuten vor dem Ende war der Oldenburger Vorsprung auf drei Tore zusammengeschmolzen (27:24/56. Minute). Wichtig war in dieser Phase – in Unterzahl und bei drohendem Zeitspiel – der Treffer von Luisa Knippert. Sie stoppte mit ihrem Tor die Mainzer Aufholjagd, Laura Kannegießer machte mit dem 29:24 den Deckel drauf. „Wir waren in der ersten Halbzeit besser, Mainz in der zweiten einen Tick stärker. Am Ende haben wir das gesammelt, was wir sammeln konnten“, sagt Niels Bötel nach den gewonnenen zwei Punkten. „Jetzt können wir uns auf die nächsten Spiele vorbereiten.“

Am kommenden Wochenende geht es für die Oldenburgerinnen in eigener Halle weiter. In der kleinen EWE-Arena empfängt der VfL am Sonntag, 2. Mai, 16.30 Uhr, mit Frisch Auf Göppingen das nächste Team aus dem Tabellenkeller.

FSV Mainz 05 – VfL Oldenburg 29:24 (10:18)

VfL: Julia Renner, Nele Reese – Lisa Marie Fragge (3), Lana Teiken (3), Toni-Luisa Reinemann (2), Natacha Buhl, Marloes Hoitzing (1), Kathrin Pichlmeier (2), Merle Carstensen (10/4), Laura Kannegießer (3), Jenny Behrend (4), Luisa Knippert (1)