VfL will in Ketsch Klassenerhalt perfekt machen

Tritt mit dem VfL in Ketsch an: Laura Kannegießer (Foto: Thorsten Helmerichs)

Die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg bekommen es am Osterwochenende mit einem Auswärtsspiel bei den Kurpfalz Bären zu tun. Am Samstag, 3. April, 18 Uhr, gastierten die Huntestädterinnen bei Tabellenschlusslicht – und könnten hier auch den rechnerischen Klassenerhalt perfekt machen.

Trotz der Niederlage am vergangenen Sonntag gegen den SV Union Halle-Neustadt – wenn VfL-Trainer Niels Bötel auf die Tabelle schaut und die 22:26 Punkte seiner Mannschaft sieht, ist er zufrieden. Mehr noch: „Die 22 Punkte hätte vor der Saison wohl kaum einer erwartet“, sagt er. „Ich bin stolz, wie die Mädels sich das erarbeitet haben.“ Zwölf Punkte Vorsprung haben die Oldenburgerinnen bereits vor den letzten sechs Saisonspielen auf den Regelationsplatz. Doch endgültig zurücklehnen will sich Bötel noch nicht – solange sein Team den Klassenerhalt nicht auch rechnerisch geschafft hat. Das könnte am Samstag geschafft sein.

In Ketsch wollen die Oldenburgerinnen dafür an den 33:21-Hinspielerfolg anknüpfen. Dabei erwartet Coach Bötel von seinen Spielerinnen, trotz der Favoritenrolle, konzentriert zu bleiben. Denn auch wenn die Gastgeberinnen bisher nur einen Saisonsieg vorweisen und den drohenden Abstieg wohl kaum noch abwenden können, erwartet der Oldenburger Trainer eine fokussierte Leistung. „Ich bin mir sicher, dass es ein harter Kampf wird“, sagt Niels Bötel. Ein Beispiel dafür lieferte das Tabellenschlusslicht am vergangenen Wochenende gegen die Vipers aus Bad Wildungen. Trotz 8:15-Halbzeitrückstand kämpfte sich das Team noch einmal heran, verlor am Ende knapp mit 22:24. „Sie haben bewiesen, dass sie nicht aufstecken, mit etwas mehr Cleverness hätten sie über die Saison auch den einen oder anderen Punkt mehr geholt“, sagt Bötel, der ein ähnliches Vorgehen wie beim VfL festgestellt hat. „Auch sie spielen in verschiedenen Variationen, bringen immer wieder eine siebte Feldspielerin. Das ist nicht so leicht, sich darauf einzustellen“, erzählt Bötel. Dennoch: „Unser Ziel ist es, zu gewinnen. Aber wir wissen, dass wir 100 Prozent geben müssen, um in so einem Spiel das Feld als Sieger zu verlassen.“

Mit Blick auf das sich nähernde Saisonende möchte Bötel die „Stimmung im Team hochhalten“ – auch wenn im Vorfeld der Partie einige Spielerinnen angeschlagen sind. „Vielleicht werden wir ein paar Dinge umstellen, um Frische reinzubringen“, verrät der 34-Jährige. „Wir wollen an die gute Saison anknüpfen, die Spiele genießen und gut aus der Saison herauskommen.“