Nordderby wirft seinen Schatten voraus

Jenny Behrend (Foto: Helmerichs Archiv)

Extramotivation für VfL-Damen

Einmal noch müssen die Bundesligadamen des VfL ran bevor es in die mehrwöchige WM-Pause geht. Aber dieses eine Spiel hat es in sich. Kein anderes Heimspiel in der Saison elektrisiert mehr, als das alljährliche Nordderby gegen den Buxtehuder SV. „Man ist grundsätzlich vor einem Spiel angespannt und etwas nervös, aber beim Nordderby ist die Spannung immer höher und die Zuschauerränge voller. Das ist schon ein besonderes Spiel. Ich bin gespannt wie es ausgehen wird. Auf jeden Fall sind wir alle heiß und freuen uns auf das Spiel“, weiß Rechtsaußen Jenny Behrend zu berichten und sieht ihr Team auf einem guten Weg. „Die Saison lief bisher sehr gut für uns. Vor allem der Sieg in Blomberg hat uns einen Stoß nach vorne gegeben und hat uns sehr dabei geholfen, uns als Team zu finden. Es ist noch früh in der Saison und da ist noch gut Luft nach oben“.

Von den letzten zehn Derbys in der EWE-Arena konnte der VfL sechs für sich entscheiden. Zweimal trennte man sich unentschieden. So auch beim letzten Zusammentreffen im Februar dieses Jahres als man sich 23:23 trennte. Während Buxte im Gegensatz zum VfL am vergangenen Wochenende gegen Metzingen knapp mit 25:26 den Sprung ins Viertelfinale des DHB-Pokals verpasste, steht das Team von Trainer Dirk Leun in der Bundesliga nach fünf Spieltagen immer noch mit blütenreiner Weste da. So hat man u.a. auch Dortmund (30:21) und Leverkusen (27:20) deutlich schlagen können. Auch gegen Metzingen im Pokal war man trotz des Ausfalls zweier so wichtiger Spielerinnen wie Yara Nijboer und Jessica Oldenburg auf Augenhöhe.

„Buxte steht nicht umsonst oben in der Tabelle. Sie gehören zu den Top 4 der Liga. Beim Wunderhorn waren sie noch nicht ganz in Topform, das sieht nun anders aus. Auch wenn Jessica Oldenburg gegen uns nicht spielen sollte, sind sie mit Spielerinnen wie Emily Bölk und Friederike Gubernatis immer noch top besetzt. Das wird am Sonntag ein sehr hartes Spiel für uns. Aber mit unseren Fans im Rücken ist etwas möglich“, setzt Trainer Niels Bötel auf eine lautstarke grün-weiße Wand im Rücken. Personell kann Bötel bis auf Isabelle Jongenelen auf alle Spielerinnen zurückgreifen.

 

Bernd Teuber – Presse VfL Oldenburg – 08.11.17